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Hannas 26. Monat

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Der Sommer konnte sich ja wirklich so nennen. Unser Urlaub Ende August hat riesig Spaß gemacht. Wir konnten endlich alles nachholen, was wir mit Hanna schon längst mal machen wollten, aber im letzten Urlaub einfach nicht geschafft haben. Neben dem Freibad und der Schwäbischen Waldbahn von Schorndorf nach Welzheim haben wir auch dem Schwabenpark einen Besuch abgestattet. Es gab genug zu fahren für einen halben Tag — länger hätte Hanna das sowieso nicht durchgehalten. Das nächste Mal muss man aber erst so mit 6 Jahren hin, wenn ein Großteil der anderen Fahrgeschäfte für sie freigeschaltet wird. Vieles ist erst ab 6.

Wo wir gerade beim Fahren sind: Hanna ist in diesem Sommer so ziemlich alles gefahren, was man in dem Alter fahren kann: Zug, Dampfzug, Bus (mit Papa), Riesenrad, Karussell, Boot, Stocherkahn, fremdes Auto, Dreirad, Laufrad und natürlich Traktor. Im Urlaub hat sie gelernt, selbst mit dem Dreirad zu fahren. Wir haben einfach den Lenker freigegeben und den Leerlauf raus genommen, weil sie kein Gefühl dafür hatte, was die Pedale genau bewirken, und schon ist sie losgedampft. Keine drei Tage später fuhr Hanna weltmeisterlich auf der Straße herum. Für den Traktor sind aber immer noch die Beine zu kurz; hier lässt sie sich am liebsten im Anhänger rumfahren. Seit ein paar Tagen fährt Hanna nun auch auf ihrem großen Laufrad selbst auf der Straße. Und wenn sie nicht fährt, dann ist Hüpfen gerade Hannas liebste Fortbewegungsart.

Beim Sprechen gibt es weiterhin nur kleine Fortschritte. Wenn man das Fliegengitter auf lässt, kommt die Muck rein. Und im Bad steht eine Flasche Öl (oder was auch immer da wirklich drin ist). Den O-Pa spricht sie so langsam mal richtiger aus (bisher mehr so Umpa). Zum Eismann und Müllmann hat sich der Eiermann gesellt und wo es Hühner gibt, gibt es auch einen Hahn. Aber das Wichtigste: Hanna trinkt zum Frühstück einen Kakao — um das zu unterstützen haben wir unseren bisherigen Fehlbegriff Kaba auch gerne angepasst.

Natürlich war im Sommer alles wichtig, was man draußen machen konnte. Neben dem Sandkasten und Irgendwasmitwasser geht es jetzt auch richtig mit dem Ball zur Sache (Talent geerbt). Drinnen spielt sie dafür wieder lieber mit der Küche und irgendwelchen Männchen (Lego, Brio). Gerade nach dem Aufstehen und dem Mittagsschlaf muss erstmal eine Runde gespielt werden, bevor man sich anziehen lässt. Malen ist ziemlich in den Hintergrund gerückt. Dafür hat Hanna wieder großes Interesse für Ihre Bücher, insbesondere die Bücher über Bobo Siebenschläfer. Der hat auch den Fergie und ein wenig Leo Laster aus dem Abendprogramm gedrängt. Ansonsten stehen aber die Klappbücher, die so ungefähr die ganze Welt erklären, ganz weit oben auf der Liste.

Hannas 24. Monat

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Sie werden so schnell groß. Ja, unsere Hanna ist nun schon 2 Jahre alt! Und groß ist sie wirklich.

Der Sommer ist endlich so halbwegs angekommen und der Garten ist betriebsbereit. Schaukel, Rutsche, Haus und Sandkasten werden täglich ausgiebig genutzt. Viel wichtiger ist es aber, die Blumen und all die anderen Dinge im Garten zu gießen. Vor allem die anderen Dinge. Hanna hilft auch mal bei der Gartenarbeit — sofern der Ball auch mit helfen darf. Das grüne Puky-Laufrad erlebt seine besten Zeiten, bevor es wahrscheinlich demnächst in den Ruhestand geschickt wird. Häufige Ausflüge zum Erdbeerstand sind ebenfalls wichtig, damit sich das Dreirad nicht vernachlässigt fühlt. Immer öfter übt Hanna auch den Umgang mit den Pedalen, was für eines ihrer Geburtstagsgeschenke unheimlich wichtig sein wird.

Auch ihr ganzes Spielen hat sich — rückblickend auf die letzten Monate — komplett verändert. Die Legomännchen haben richtige Aufgaben — wie sinnvoll diese auch immer sein mögen — und gehen gemeinsamen Beschäftigungen nach: hauptsächlich Essen, Schlafen und Auto fahren. Hanna spielt viel selbstständiger und kommt auf eigene Ideen. Gerade ihre Puzzles löst sie mit sehr viel Ehrgeiz, auch wenn sie dabei gelegentlich mal die Nerven verliert. Ihre Küche war in diesem Monat etwas weniger wichtig. Dafür haben Holzeisenbahn und Autos jetzt einen ganz hohen Stellenwert. Die Autos stehen entweder im Stau oder parken entlang der Schienen. Inzwischen schiebt Hanna die Eisenbahn auch mal die ganze Strecke entlang, anstatt sie nur umzuwerfen. Das wichtigste Auto ist wohl — Düdat — das Polizeiauto.

Aus dem Papei ist in diesem Monat endlich ein richtiger Papagei geworden. Der fährt aber nach wie vor mit dem Auto, anstatt selbst zu fliegen. Jede fremde Person ist ein Mann, manchmal auch wenn es eine Frau ist. Das absolute Lieblingswort dieses Monats ist aber der Eismann, der jeden Tag durch die Straße fährt und bimmelt. Obwohl Hanna schon länger auf Müll abfährt, konnten wir sie noch nicht überreden, auch mal Müllmann zu sagen. Auch Auto will sie noch nicht sagen, obwohl Otto, der Hase bei den Uris, gar nicht so weit davon entfernt ist. Dafür imitiert sie um so überzeugender Motorengeräusche — gerade auch wenn Hanna mit dem zukünftigen Laufrad im Wohnzimmer unterwegs ist, geschoben vom Papa, weil es leider immer noch ein Stück zu groß ist.

Die Nächte sind weiterhin recht erträglich. Als die letzte Vollmond-Phase mit einer Hitzewelle zusammen fiel, hat sie ein paar Nächte wieder in unserem Bett geschlafen. Ansonsten schläft Hanna aber alleine in ihrem Bett durch. Abends plappert sie noch ziemlich lange, ruft dafür aber nicht mehr nach Mama oder Papa. Trotzdem schauen wir noch zwei bis drei Mal rein, damit sie dann wirklich irgendwann schläft. Manchmal klappt das nur, wenn wir androhen, den Bäh (Schnuller) mitzunehmen. Auch ihre langen Trink-Orgien haben wir jetzt im Griff, weil wir jetzt sicher wissen, dass sie damit nur Zeit schinden will.

Nun kann also das dritte Jahr beginnen — wir freuen uns darauf!

Hannas 23. Monat

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Der Mai ist wie im Flug vergangen. Kein Wunder, wie waren ja auch mal kurz in Kärnten im Urlaub. Wie schon im letzten Jahr am Bodensee hat das ziemlich gut geklappt. Hanna hat sofort die neue Umgebung erkundet und war ganz aus dem Häuschen. Überall so viel neues! Gerade die kritischen Punkte, Mittagsschlaf und Abendritual, in fremder Umgebung waren meistens kein Problem. Wenn es mal nicht so lief, lag das eher an einem ungünstigen Zeitplan: wenn es für den Mittagsschlaf eigentlich schon zu spät war oder Hanna auf der Rückfahrt von einem Ausflug schon kurz geschlafen hatte. Aber wir haben da ja so unsere Tricks, wie wir die typischen Probleme vermeiden können. Trotzdem war es nicht immer ganz einfach, sie bei Laune zu halten, besonders, wenn man mal irgendwo warten musste.

Und überhaupt ist Urlaub einfach toll! Fast jeden Tag gab es Eis. Ebenso lag immer Mais am Buffet herum und zum Frühstück gab es Eier. Übrigens geht all das da oben rein, ist dann hier drin und kommt da hinten wieder raus. Ganz wichtig. Aber auch zuhause gab es eine Menge neue Wörter zu lernen. Zum Beispiel sitzt man auf einem Hocker am Tisch. Viel wichtiger ist aber, dass Hanna seit dem 30. Mai ihren Namen endlich richtig sagen kann. Aus Dada ist über den Umweg Hata jetzt Hanna geworden. Wie üblich wurde auch dieser wichtige Meilenstein erreicht, als der Papa mal kurz für drei Tage zur Fortbildung in Berlin war. Dafür hat sie ein Talent. Vielleicht sollte ich öfter mal verreisen, damit sie alle möglichen Dinge schneller lernt.

Langsam wird Hanna auch mit ihrem neuen Laufrad warm, auch wenn es immer noch ein kleines bisschen zu groß ist. Dazu war es aber nötig, eine Klingel daran anzubringen — sozusagen als Lockmittel. Die Angst vor dem Unbekannten fährt aber immer mit, auch wenn wir sie ja halten und schieben.

Das wichtigste „Spielzeug“ ist aber definitiv der Jako-o-Katalog. Da ist schließlich alles drin, was man sich als Kind wünschen kann: eine Nestschaukel zum Rumschaukeln, ein großer Traktor zum Fahren und natürlich ein Trampolin zum Hüpfen. Wir haben da was läuten hören, dass manches davon zum Geburtstag nächsten Monat erfüllt werden könnte. Aber pssst! Auch sonst ist der Katalog unheimlich interessant und muss schon alleine wegen den Seiten 146 bis 149 mit den Bällen mehrmals täglich durchgeblättert werden. Dem entsprechend sieht er aus. Leider müssen wir bis August auf einen neuen warten.

Hannas 22. Monat

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Den April könnten wir den ersten gesunden Monat des Jahres nennen. Sämtliche Widerlichkeiten des Winters sind jetzt offenbar überstanden. Und schon macht auch Hanna wieder Fortschritte. Kein Wunder, das schöne Wetter und die frische Luft füllen ihren kleinen Kopf rasend schnell mit neuen Sachen. Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht schaukelt, im Sandkasten spielt, schaukelt, rutscht oder ab und zu auch mal schaukelt. Mit Kreide auf die Straße malen ist genauso interessant wie ihr Laufrad.

Aber auch bei Regen hat sie drinnen jede Menge zu tun. Ihre Küche, für die der Uropa extra ein Regal angebaut hat, wird jeden Tag ausgiebig genutzt. Sie deckt jetzt auch ihren Tisch für das Frühstück am nächsten Morgen, mit allen Sachen, die man für ein gesundes Frühstück so braucht (hauptsächlich Nutella und Eier). In diesem Monat hat sie auch gelernt, mal für längere Zeit (also, länger als eine Minute) alleine für sich zu spielen. So kommen wir auch mal dazu, nach dem Essen die Küche fertig aufzuräumen.

Besonders erfreulich ist es für uns, dass Hanna seit einigen Wochen in ihrem eigenen Bett bis zum frühen Morgen durchschläft. Naja, nicht jede Nacht, aber doch immer wieder einige Nächte in Folge. Sie hat einfach ganz alleine damit angefangen. Das kam für uns irgendwie ganz überraschend. Zwar ist die Nacht dadurch meistens etwas früher zu Ende, aber dafür ist sie auch wesentlich erholsamer für uns alle. Manchmal hat sie zwischendurch noch Durst und trinkt eine halbe Flasche leer, oder der Schnuller fällt raus, aber das sind meistens auch die einzigen Unterbrechungen.

Das Sprechen macht jetzt auch deutlich größere Fortschritte. Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem Hanna nicht wenigstens ein neues Wort probiert. Neben dem immer wieder gerne genutzten run(ter) ist jetzt auch hoch hinzugekommen. An der Ampel und wenn sie aus der Schaukel raus will heißt es halt. Hanna ist außerdem stark. In die Spätzle kommen Eier, das ist ganz wichtig! Seit einigen Tagen kann sie beim Winken auch tschüss sagen.

Unser neues Abendritual ist inzwischen auch zur Gewohnheit geworden. Um 19 Uhr gibt es im Fernsehen (also von YouTube) abwechselnd eine Folge Fergie oder Leo der Lastwagen (mit der unglaublich motivierten Erzählerin). Nach dem Duschen wird im Bett noch eine Geschichte vorgelesen, wobei der jeweilige Vorleser krampfhaft das Buch festhalten und vor ungewolltem Umblättern verteidigen muss.

Hannas 21. Monat

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Nachdem es Anfang März so aussah, als würden wir zur Abwechslung mal wieder gesund werden, hat eine Woche vor Ostern nochmal die Grippe richtig zugeschlagen. Wir lagen alle mehr oder weniger flach, Essen war uninteressant, Schlaf dagegen viel nützlicher und der Bedarf an Taschentücher überschritt alleine in diesen zwei Wochen den durchschnittlichen Jahresverbrauch um Längen. Hanna hat es dabei am meisten erwischt — wie das bei Kindern so ist gleich mit einer leichten Lungenentzündung. So lustlos und leidend haben wir sie noch nie erlebt. Kein Wunder, sie war ständig müde, weil ihr Schlaf wenig erholsam war. Jetzt muss es aber wirklich mal steil bergauf gehen, weil wir so langsam die Nase voll haben.

Immerhin hat Hanna dabei gelernt, dass es gut und wichtig ist, seine Medizin zu nehmen. Zum Schluss hat sie sie zu jeder Tages- und Nachtzeit, ob im Halbschlaf oder nicht, immer brav getrunken — ob Tropfen vom Löffel oder Fiebersaft aus der Spritze. Sie hat richtig schön mitgemacht, um wieder gesund zu werden. Auch die Umstellung auf die Sommerzeit ging so quasi spurlos an uns vorüber, weil Hanna von sich aus gleich früher ins Bett wollte. Etwas gutes muss es ja haben.

Die Krankheit hat dafür so ziemlich alles andere gelähmt. Es gab keine nennenswerten Fortschritte — eher sogar Rückschritte, weil sie natürlich auch keine große Lust auf ihr Töpfchen hatte. Auch den Schlaf können wir wegen des Durcheinanders nicht beurteilen. Nachdem wieder Normalität eingekehrt ist, scheint sich aber der alte Zustand wieder einzupendeln. Einzig beim Sprechen gibt es ein paar neue Wörter zu vermelden: Ball (ganz wichtig), Baum, Müll, Ei (auch in Kombination mit dem bereits bekannten heiß) und die Perfektion diverser Tierstimmen.

Ostern war, da es mitten in der Krankenzeit lag, auch ein eher breit gestreutes Fest. Hanna hat zwar offenbar verstanden, dass es sich um Eier dreht, wundert sich aber wahrscheinlich, warum die plötzlich überall herum liegen. Sie bezieht das nun sicher nicht auf einen bestimmten Tag, weil alles über zwei Wochen verteilt herein kam. Andererseits war sie so auch nicht von den vielen bunten Sachen überfordert. Sie hat trotz allem die Suche nach dem Osternest gemeistert und scheinbar auch verstanden. Das neue Laufrad ist natürlich unendlich toll, wenn auch noch zu groß, und der Koffer und Rucksack wird bald im Urlaub ausprobiert.