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Unglückstourismus

Wie in den Nachrichten nicht zu übersehen war, ist am vergangenen Sonntag in Rechberghausen ein Flugzeug abgestürzt. Wer es nicht mitbekommen hat – hier die Meldungen dazu:

Wir kamen an diesem Sonntagnachmittag eine knappe Stunde nach dem Unglück nach Hause. Der Empfang durch den tief fliegenden Polizeihubschrauber und das scheinbar komplette Arsenal an Feuerwehr und Notärzten auf dem Sonnenberg ließ schon nichts Gutes erahnen. Die Nachricht sprach sich dank Straßenfunk schnell herum. Alle waren ziemlich schockiert.

Schockiert vielleicht auch deshalb, weil man es doch irgendwie nie für möglich gehalten hätte, dass so etwas mal wirklich passiert. Jeder hier hat mal eine Hausversicherung abgeschlossen und beim Überfliegen der Zeile „Schäden durch Flugzeugteile“ schmunzeln müssen. Aber wie man sieht, ist das gar nicht so abwegig.

Nun brauchen andere diese Versicherung, und wir hoffen für die Betroffenen, dass sie keinen allzu großen Ärger damit haben werden. Abgesehen von den materiellen Schäden, die irgendwie zu ersetzen sind, fragen wir uns aber, ob man das so einfach wegstecken kann. Vermutlich nicht. Wir stellen uns das ziemlich schwierig vor, in den eigenen Garten zu blicken und zu wissen, dass hier zwei Menschen ihr Leben gelassen haben.

Der eigentliche Grund, warum dieser Text aber in der Meckerecke steht, ist der seit Montag nicht aufhören wollende Tourismus.

Andauernd stehen Leute am Rand der Unglücksstelle und glotzen neugierig in die Gärten der betroffenen Häuser. Wann immer ich diese Woche auf der Heimfahrt am Ortseingang vorbei gekommen bin, musste gerade jemand in der Gegenrichtung genau an der Stelle zwischen den Häusern mitten auf der Straße anhalten und aus seinem Auto gaffen. Das die dabei den Verkehr behindern und Auffahrunfälle provozieren, ist diesen ignoranten Irren völlig egal.

Das konnte ich an nur drei Tagen in der halben Minute beobachten, in der ich von Oberhausen Richtung Schlosshof fahre. Wie muss das erst den ganzen Tag über gewesen sein? Ich will gar nicht wissen, wie viele sensationsgeile Vollpfosten aus der Ortsmitte den Berg hoch fahren oder wahrscheinlich sogar mit Navi aus den umliegenden Gemeinden anreisen. „An der nächsten Kreuzung folgen sie der Vorfahrtsstraße. Danach befindet sich die Todeszone auf der rechten Seite.“ Meine Fresse!

Habt ihr dummen, dummen Menschen wirklich nichts besseres vor, als unsere Straßen zu verstopfen? Lasst den Betroffenen doch einfach ihre Ruhe! Sie haben genug damit zu tun, das zu verarbeiten.

Tauwetter in Rechberghausen

Wir haben ein neues Spielzeug und das musste letzten Sonntag gleich mal ausprobiert werden.  Die Canon EOS 600D macht sich bis jetzt echt gut, besonders was die Videos in voller HD-Auflösung angeht.  Das Ergebnis ist dank falscher Einstellung teilweise etwas zu hell geraten, kann sich aber trotzdem schon sehen lassen:

Wir hatten diese kleine technische Verbesserung schon länger geplant. Unsere beiden Pentax-Kompaktkameras (oder wie man das nennt) sind ja schon etwas in die Jahre gekommen. Die eine hatte vier Ersatzakkus, von denen keiner mehr länger als 10 Minuten durchhielt. Na gut, die Kamera ist auch von 2001, da gab es noch nicht so viele Akkus ohne Memory-Effekt. Die andere lief mit normalen Batterien und hat selbige so schnell leer gesaugt wie ein Sunkist bei 35 Grad.

Jedenfalls wird es dann hier jetzt immer mal ein Video geben und natürlich auch frische Fotos. Dieses hier wurde bei massivem Tauwetter in und um Rechberghausen aufgenommen, überwiegend im Gartenschau-Gelände.