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Hannas 27. Monat

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Ein weitestgehend warmer und goldener September war die passende Fortsetzung zu diesem Sommer. Demnach hat sich der Garten als Hauptspielwiese noch ein wenig länger bewährt. Um so schwerer fiel es Hanna zuerst, öfter wieder drinnen zu spielen. Aber seit das Wetter auf Regen und Nebel umgestellt hat, will sie dann doch immer öfter rein oder Heim.

Dort freut sich dann eben das über den Sommer vernachlässigte Spielzeug, mit dem sie jetzt teilweise völlig anders spielt. Jede Woche scheint sie neue Ideen zu haben und spielt auf eine andere Art. Das wechselt sich aber auch mit Langeweile ab. Manchmal weiß sie den halben Tag nichts mit sich anzufangen, kommt dann auf blöde Ideen oder wird quengelig. Wichtigstes „Accessoire“ in diesem Monat waren aber wohl ihre Holzperlen-Ketten, unwichtigstes Spielzeug die Malstifte. Die Küche steht hoch im Kurs, ebenso unangefochten die Autos, mit denen man so schön Stau spielen kann.

Langsam aber sicher scheint nun beim Sprechen der Knoten zu platzen. Hanna übt immer fleißig. Die Plappergosch steht kaum noch still. Seit Ende September kommen jeden Tag ein oder zwei neue Worte hinzu. Angefangen hat es mit der Milch für den Kakao. Guck, unter der Brücke fließt der Bach — und ganz wichtig: da guggsch! Fleißig übt Hanna das Zählen, auch wenn sie nach der 3 noch alles überspringt bis zur Acht und Neun. Langsam unterscheidet sie zwischen ich und du und übt kurze Sätze wie „Du Mama, Hanna Kacka.“ Erst kürzlich hat Hanna ihr Anatomie-Kenntnisse verbessert, nämlich mit Arm, Hand und Bein.

Ab Oktober ändert sich mit Yvonnes Wechsel der Arbeitsstelle auch der wöchentliche Ablauf. Hanna ist jetzt schon mittwochs bei Oma und Opa. Das Kinderturnen in Hohenstaufen fällt deshalb flach. Stattdessen wird es voraussichtlich dienstags eine Alternative in Albershausen geben. Das geht sogar etwas länger und die Zeit wird besser genutzt.

Hannas 26. Monat

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Der Sommer konnte sich ja wirklich so nennen. Unser Urlaub Ende August hat riesig Spaß gemacht. Wir konnten endlich alles nachholen, was wir mit Hanna schon längst mal machen wollten, aber im letzten Urlaub einfach nicht geschafft haben. Neben dem Freibad und der Schwäbischen Waldbahn von Schorndorf nach Welzheim haben wir auch dem Schwabenpark einen Besuch abgestattet. Es gab genug zu fahren für einen halben Tag — länger hätte Hanna das sowieso nicht durchgehalten. Das nächste Mal muss man aber erst so mit 6 Jahren hin, wenn ein Großteil der anderen Fahrgeschäfte für sie freigeschaltet wird. Vieles ist erst ab 6.

Wo wir gerade beim Fahren sind: Hanna ist in diesem Sommer so ziemlich alles gefahren, was man in dem Alter fahren kann: Zug, Dampfzug, Bus (mit Papa), Riesenrad, Karussell, Boot, Stocherkahn, fremdes Auto, Dreirad, Laufrad und natürlich Traktor. Im Urlaub hat sie gelernt, selbst mit dem Dreirad zu fahren. Wir haben einfach den Lenker freigegeben und den Leerlauf raus genommen, weil sie kein Gefühl dafür hatte, was die Pedale genau bewirken, und schon ist sie losgedampft. Keine drei Tage später fuhr Hanna weltmeisterlich auf der Straße herum. Für den Traktor sind aber immer noch die Beine zu kurz; hier lässt sie sich am liebsten im Anhänger rumfahren. Seit ein paar Tagen fährt Hanna nun auch auf ihrem großen Laufrad selbst auf der Straße. Und wenn sie nicht fährt, dann ist Hüpfen gerade Hannas liebste Fortbewegungsart.

Beim Sprechen gibt es weiterhin nur kleine Fortschritte. Wenn man das Fliegengitter auf lässt, kommt die Muck rein. Und im Bad steht eine Flasche Öl (oder was auch immer da wirklich drin ist). Den O-Pa spricht sie so langsam mal richtiger aus (bisher mehr so Umpa). Zum Eismann und Müllmann hat sich der Eiermann gesellt und wo es Hühner gibt, gibt es auch einen Hahn. Aber das Wichtigste: Hanna trinkt zum Frühstück einen Kakao — um das zu unterstützen haben wir unseren bisherigen Fehlbegriff Kaba auch gerne angepasst.

Natürlich war im Sommer alles wichtig, was man draußen machen konnte. Neben dem Sandkasten und Irgendwasmitwasser geht es jetzt auch richtig mit dem Ball zur Sache (Talent geerbt). Drinnen spielt sie dafür wieder lieber mit der Küche und irgendwelchen Männchen (Lego, Brio). Gerade nach dem Aufstehen und dem Mittagsschlaf muss erstmal eine Runde gespielt werden, bevor man sich anziehen lässt. Malen ist ziemlich in den Hintergrund gerückt. Dafür hat Hanna wieder großes Interesse für Ihre Bücher, insbesondere die Bücher über Bobo Siebenschläfer. Der hat auch den Fergie und ein wenig Leo Laster aus dem Abendprogramm gedrängt. Ansonsten stehen aber die Klappbücher, die so ungefähr die ganze Welt erklären, ganz weit oben auf der Liste.

Hannas 25. Monat

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Mit zwei Jahren kann man schon ganz schön viel Unfug machen. Und Hanna macht eine Menge davon! Natürlich fast nur lustigen Unfug.

Die Geburtstagsgeschenke stehen hoch im Kurs. Mit dem Traktor macht sie erste eigene Tretversuche, die Beine müssen aber immer noch etwas wachsen. Die Nestschaukel hat den alten Schaukelsitz völlig in die Vergessenheit geschickt. Gerade Ende Juli haben wir aber bemerkt, dass die Interessen sich wieder verändern. Schaukeln ist jetzt erstmal nicht mehr so wichtig. Dafür hat Hanna noch mehr Spaß an Puzzels gefunden und kann sich teilweise auch schon beim Memory behaupten. Auch Lego ist plötzlich uninteressant geworden, dafür ist in der Küche wieder öfter Betrieb. Malen und Bücher stehen auch wieder höher im Kurs als in den letzten Monaten.

Überhaupt sind wir diesen Monat etwas launisch geworden. Da ist man schon mal ein paar Tage lang etwas wählerisch zwischen Mama und Papa. Hanna testet ihre Grenzen sehr ausgiebig. Dazu kommt, dass sie gerade auch wieder etwas unruhiger schläft und öfter mitten in der Nacht mit gepacktem Koffer im Bett sitzt. Am Tag ist man dann müde und launisch — aber auch das gehört dazu. Immerhin funktioniert der Mittagsschlaf dadurch unverändert gut. Außerdem ist Hanna noch beweglicher geworden: Sie klettert alleine ihren Stuhl rauf und runter und schnallt sich selbst an und ab.

Es gibt ein paar neue Wörter, wir tun uns inzwischen aber schwer, genau zu sagen, was nun im letzten Monat hinzugekommen ist. Allen voran hat aber der Müllmann endlich seinen Weg in den Sprachschatz gefunden. Außerdem zählt sie gerne alle möglichen Sachen, deren Menge 2 nicht übersteigt — ein, zwei. Zur U7 beim Kinderarzt mussten wir alle Wörter zusammenstellen, die Hanna schon sagen kann. Dabei sind wir auf rund 50 Wörter gekommen. Dazu kommen inzwischen immer öfter Kombinationen aus zwei oder drei Wörtern („Papa Baum runter“, der Papa hat die Sträucher verschnitten). Alles in allem eine ganz normale Entwicklung.

Hannas 24. Monat

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Sie werden so schnell groß. Ja, unsere Hanna ist nun schon 2 Jahre alt! Und groß ist sie wirklich.

Der Sommer ist endlich so halbwegs angekommen und der Garten ist betriebsbereit. Schaukel, Rutsche, Haus und Sandkasten werden täglich ausgiebig genutzt. Viel wichtiger ist es aber, die Blumen und all die anderen Dinge im Garten zu gießen. Vor allem die anderen Dinge. Hanna hilft auch mal bei der Gartenarbeit — sofern der Ball auch mit helfen darf. Das grüne Puky-Laufrad erlebt seine besten Zeiten, bevor es wahrscheinlich demnächst in den Ruhestand geschickt wird. Häufige Ausflüge zum Erdbeerstand sind ebenfalls wichtig, damit sich das Dreirad nicht vernachlässigt fühlt. Immer öfter übt Hanna auch den Umgang mit den Pedalen, was für eines ihrer Geburtstagsgeschenke unheimlich wichtig sein wird.

Auch ihr ganzes Spielen hat sich — rückblickend auf die letzten Monate — komplett verändert. Die Legomännchen haben richtige Aufgaben — wie sinnvoll diese auch immer sein mögen — und gehen gemeinsamen Beschäftigungen nach: hauptsächlich Essen, Schlafen und Auto fahren. Hanna spielt viel selbstständiger und kommt auf eigene Ideen. Gerade ihre Puzzles löst sie mit sehr viel Ehrgeiz, auch wenn sie dabei gelegentlich mal die Nerven verliert. Ihre Küche war in diesem Monat etwas weniger wichtig. Dafür haben Holzeisenbahn und Autos jetzt einen ganz hohen Stellenwert. Die Autos stehen entweder im Stau oder parken entlang der Schienen. Inzwischen schiebt Hanna die Eisenbahn auch mal die ganze Strecke entlang, anstatt sie nur umzuwerfen. Das wichtigste Auto ist wohl — Düdat — das Polizeiauto.

Aus dem Papei ist in diesem Monat endlich ein richtiger Papagei geworden. Der fährt aber nach wie vor mit dem Auto, anstatt selbst zu fliegen. Jede fremde Person ist ein Mann, manchmal auch wenn es eine Frau ist. Das absolute Lieblingswort dieses Monats ist aber der Eismann, der jeden Tag durch die Straße fährt und bimmelt. Obwohl Hanna schon länger auf Müll abfährt, konnten wir sie noch nicht überreden, auch mal Müllmann zu sagen. Auch Auto will sie noch nicht sagen, obwohl Otto, der Hase bei den Uris, gar nicht so weit davon entfernt ist. Dafür imitiert sie um so überzeugender Motorengeräusche — gerade auch wenn Hanna mit dem zukünftigen Laufrad im Wohnzimmer unterwegs ist, geschoben vom Papa, weil es leider immer noch ein Stück zu groß ist.

Die Nächte sind weiterhin recht erträglich. Als die letzte Vollmond-Phase mit einer Hitzewelle zusammen fiel, hat sie ein paar Nächte wieder in unserem Bett geschlafen. Ansonsten schläft Hanna aber alleine in ihrem Bett durch. Abends plappert sie noch ziemlich lange, ruft dafür aber nicht mehr nach Mama oder Papa. Trotzdem schauen wir noch zwei bis drei Mal rein, damit sie dann wirklich irgendwann schläft. Manchmal klappt das nur, wenn wir androhen, den Bäh (Schnuller) mitzunehmen. Auch ihre langen Trink-Orgien haben wir jetzt im Griff, weil wir jetzt sicher wissen, dass sie damit nur Zeit schinden will.

Nun kann also das dritte Jahr beginnen — wir freuen uns darauf!

Hannas 23. Monat

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Der Mai ist wie im Flug vergangen. Kein Wunder, wie waren ja auch mal kurz in Kärnten im Urlaub. Wie schon im letzten Jahr am Bodensee hat das ziemlich gut geklappt. Hanna hat sofort die neue Umgebung erkundet und war ganz aus dem Häuschen. Überall so viel neues! Gerade die kritischen Punkte, Mittagsschlaf und Abendritual, in fremder Umgebung waren meistens kein Problem. Wenn es mal nicht so lief, lag das eher an einem ungünstigen Zeitplan: wenn es für den Mittagsschlaf eigentlich schon zu spät war oder Hanna auf der Rückfahrt von einem Ausflug schon kurz geschlafen hatte. Aber wir haben da ja so unsere Tricks, wie wir die typischen Probleme vermeiden können. Trotzdem war es nicht immer ganz einfach, sie bei Laune zu halten, besonders, wenn man mal irgendwo warten musste.

Und überhaupt ist Urlaub einfach toll! Fast jeden Tag gab es Eis. Ebenso lag immer Mais am Buffet herum und zum Frühstück gab es Eier. Übrigens geht all das da oben rein, ist dann hier drin und kommt da hinten wieder raus. Ganz wichtig. Aber auch zuhause gab es eine Menge neue Wörter zu lernen. Zum Beispiel sitzt man auf einem Hocker am Tisch. Viel wichtiger ist aber, dass Hanna seit dem 30. Mai ihren Namen endlich richtig sagen kann. Aus Dada ist über den Umweg Hata jetzt Hanna geworden. Wie üblich wurde auch dieser wichtige Meilenstein erreicht, als der Papa mal kurz für drei Tage zur Fortbildung in Berlin war. Dafür hat sie ein Talent. Vielleicht sollte ich öfter mal verreisen, damit sie alle möglichen Dinge schneller lernt.

Langsam wird Hanna auch mit ihrem neuen Laufrad warm, auch wenn es immer noch ein kleines bisschen zu groß ist. Dazu war es aber nötig, eine Klingel daran anzubringen — sozusagen als Lockmittel. Die Angst vor dem Unbekannten fährt aber immer mit, auch wenn wir sie ja halten und schieben.

Das wichtigste „Spielzeug“ ist aber definitiv der Jako-o-Katalog. Da ist schließlich alles drin, was man sich als Kind wünschen kann: eine Nestschaukel zum Rumschaukeln, ein großer Traktor zum Fahren und natürlich ein Trampolin zum Hüpfen. Wir haben da was läuten hören, dass manches davon zum Geburtstag nächsten Monat erfüllt werden könnte. Aber pssst! Auch sonst ist der Katalog unheimlich interessant und muss schon alleine wegen den Seiten 146 bis 149 mit den Bällen mehrmals täglich durchgeblättert werden. Dem entsprechend sieht er aus. Leider müssen wir bis August auf einen neuen warten.