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Hannas 28. Monat

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Ohne besondere Vorkommnisse ist der Oktober vorbei gezogen. Hanna hat sich daran gewöhnt, wieder mehr drinnen zu spielen und ist fasziniert, wenn wir den Kachelofen anfeuern. Trotzdem hatte der Monat noch reichlich schöne Tage zu bieten und es gab genug Gelegenheiten, Traktor, Dreirad und Laufrad zu reiten. Inzwischen hat sich eine fast tägliche Runde um den Block eingestellt, die Hanna komplett selbst läuft oder fährt. Meistens ist dabei der Spielplatz mit inbegriffen.

Sehr gerne geht Hanna auch in den Wald. Wir haben da einen netten Geheimweg direkt am Spielplatz. Der Pfad muss für jemanden ihrer Größe unheimlich aufregend sein. Es geht auf und ab und alles ist voller Wurzeln. Das schönste Stück ist aber mitten im Wald, wo plötzlich alles voller Moos und Pilze ist.

Der Esel Johnny ist ziemlich abgeschrieben, weil der immer so doof schreit. Dafür stehen Pferde hoch im Kurs. Die essen jetzt die Äpfel, die Hanna vorher von der Wiese aufgelesen hat und mit dem Dreirad direkt zum Pferdezaun transportiert. Lieferservice sozusagen. Die Pferde essen die Äpfel normalerweise ganz anständig, aber ein Pferd hat gefressen wie ein Schwein.

Seit diesem Monat fällt es uns schwer, noch alle neuen Wörter zusammen zu bekommen. Hanna kommt fast täglich mit zwei bis drei neuen Wörtern um die Ecke. Sie plappert unheimlich viel spontan nach, wenn wir es sagen. Mit Lego baut sie gerne eine Mauer. Nach der Neun kommt die Zehn, auch wenn die Vier bis Sieben immer noch fehlen. Aus Hallo ist nun endlich Haus geworden, und darin gibt es das Bad. Mama sitzt beim Eisessen auf einer Bank und manchmal sehen wir einen Bus. Die Kuh wohnt im Stall und in der Stadt ist der Markt. Das erste Tier, das nicht nach seinem Laut benannt wird, ist die Maus, bald darauf folgte der Hund.

Seit diesem Monat ist Hanna nun auch mittwochs bei Oma und Opa, woran sie sich scheinbar schneller gewöhnt hat als wir. Das Kinderturnen ist nun fest jeden Dienstag in Albershausen. Dort gefällt es ihr noch besser als in Hohenstaufen. Man merkt ihre regelmäßigen Turnübungen sehr deutlich, vor allem auf dem Klettergerüst, wo sie jetzt schon alleine hoch kommt und über die Brücke zur Rutsche geht. Vom Turnen bringt sie auch alle möglichen Lieder mit nach Hause, die die Mama dann bei jeder Gelegenheit vorsingen muss.

Hannas 27. Monat

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Ein weitestgehend warmer und goldener September war die passende Fortsetzung zu diesem Sommer. Demnach hat sich der Garten als Hauptspielwiese noch ein wenig länger bewährt. Um so schwerer fiel es Hanna zuerst, öfter wieder drinnen zu spielen. Aber seit das Wetter auf Regen und Nebel umgestellt hat, will sie dann doch immer öfter rein oder Heim.

Dort freut sich dann eben das über den Sommer vernachlässigte Spielzeug, mit dem sie jetzt teilweise völlig anders spielt. Jede Woche scheint sie neue Ideen zu haben und spielt auf eine andere Art. Das wechselt sich aber auch mit Langeweile ab. Manchmal weiß sie den halben Tag nichts mit sich anzufangen, kommt dann auf blöde Ideen oder wird quengelig. Wichtigstes „Accessoire“ in diesem Monat waren aber wohl ihre Holzperlen-Ketten, unwichtigstes Spielzeug die Malstifte. Die Küche steht hoch im Kurs, ebenso unangefochten die Autos, mit denen man so schön Stau spielen kann.

Langsam aber sicher scheint nun beim Sprechen der Knoten zu platzen. Hanna übt immer fleißig. Die Plappergosch steht kaum noch still. Seit Ende September kommen jeden Tag ein oder zwei neue Worte hinzu. Angefangen hat es mit der Milch für den Kakao. Guck, unter der Brücke fließt der Bach — und ganz wichtig: da guggsch! Fleißig übt Hanna das Zählen, auch wenn sie nach der 3 noch alles überspringt bis zur Acht und Neun. Langsam unterscheidet sie zwischen ich und du und übt kurze Sätze wie „Du Mama, Hanna Kacka.“ Erst kürzlich hat Hanna ihr Anatomie-Kenntnisse verbessert, nämlich mit Arm, Hand und Bein.

Ab Oktober ändert sich mit Yvonnes Wechsel der Arbeitsstelle auch der wöchentliche Ablauf. Hanna ist jetzt schon mittwochs bei Oma und Opa. Das Kinderturnen in Hohenstaufen fällt deshalb flach. Stattdessen wird es voraussichtlich dienstags eine Alternative in Albershausen geben. Das geht sogar etwas länger und die Zeit wird besser genutzt.

Hannas 26. Monat

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Der Sommer konnte sich ja wirklich so nennen. Unser Urlaub Ende August hat riesig Spaß gemacht. Wir konnten endlich alles nachholen, was wir mit Hanna schon längst mal machen wollten, aber im letzten Urlaub einfach nicht geschafft haben. Neben dem Freibad und der Schwäbischen Waldbahn von Schorndorf nach Welzheim haben wir auch dem Schwabenpark einen Besuch abgestattet. Es gab genug zu fahren für einen halben Tag — länger hätte Hanna das sowieso nicht durchgehalten. Das nächste Mal muss man aber erst so mit 6 Jahren hin, wenn ein Großteil der anderen Fahrgeschäfte für sie freigeschaltet wird. Vieles ist erst ab 6.

Wo wir gerade beim Fahren sind: Hanna ist in diesem Sommer so ziemlich alles gefahren, was man in dem Alter fahren kann: Zug, Dampfzug, Bus (mit Papa), Riesenrad, Karussell, Boot, Stocherkahn, fremdes Auto, Dreirad, Laufrad und natürlich Traktor. Im Urlaub hat sie gelernt, selbst mit dem Dreirad zu fahren. Wir haben einfach den Lenker freigegeben und den Leerlauf raus genommen, weil sie kein Gefühl dafür hatte, was die Pedale genau bewirken, und schon ist sie losgedampft. Keine drei Tage später fuhr Hanna weltmeisterlich auf der Straße herum. Für den Traktor sind aber immer noch die Beine zu kurz; hier lässt sie sich am liebsten im Anhänger rumfahren. Seit ein paar Tagen fährt Hanna nun auch auf ihrem großen Laufrad selbst auf der Straße. Und wenn sie nicht fährt, dann ist Hüpfen gerade Hannas liebste Fortbewegungsart.

Beim Sprechen gibt es weiterhin nur kleine Fortschritte. Wenn man das Fliegengitter auf lässt, kommt die Muck rein. Und im Bad steht eine Flasche Öl (oder was auch immer da wirklich drin ist). Den O-Pa spricht sie so langsam mal richtiger aus (bisher mehr so Umpa). Zum Eismann und Müllmann hat sich der Eiermann gesellt und wo es Hühner gibt, gibt es auch einen Hahn. Aber das Wichtigste: Hanna trinkt zum Frühstück einen Kakao — um das zu unterstützen haben wir unseren bisherigen Fehlbegriff Kaba auch gerne angepasst.

Natürlich war im Sommer alles wichtig, was man draußen machen konnte. Neben dem Sandkasten und Irgendwasmitwasser geht es jetzt auch richtig mit dem Ball zur Sache (Talent geerbt). Drinnen spielt sie dafür wieder lieber mit der Küche und irgendwelchen Männchen (Lego, Brio). Gerade nach dem Aufstehen und dem Mittagsschlaf muss erstmal eine Runde gespielt werden, bevor man sich anziehen lässt. Malen ist ziemlich in den Hintergrund gerückt. Dafür hat Hanna wieder großes Interesse für Ihre Bücher, insbesondere die Bücher über Bobo Siebenschläfer. Der hat auch den Fergie und ein wenig Leo Laster aus dem Abendprogramm gedrängt. Ansonsten stehen aber die Klappbücher, die so ungefähr die ganze Welt erklären, ganz weit oben auf der Liste.

Hannas 25. Monat

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Mit zwei Jahren kann man schon ganz schön viel Unfug machen. Und Hanna macht eine Menge davon! Natürlich fast nur lustigen Unfug.

Die Geburtstagsgeschenke stehen hoch im Kurs. Mit dem Traktor macht sie erste eigene Tretversuche, die Beine müssen aber immer noch etwas wachsen. Die Nestschaukel hat den alten Schaukelsitz völlig in die Vergessenheit geschickt. Gerade Ende Juli haben wir aber bemerkt, dass die Interessen sich wieder verändern. Schaukeln ist jetzt erstmal nicht mehr so wichtig. Dafür hat Hanna noch mehr Spaß an Puzzels gefunden und kann sich teilweise auch schon beim Memory behaupten. Auch Lego ist plötzlich uninteressant geworden, dafür ist in der Küche wieder öfter Betrieb. Malen und Bücher stehen auch wieder höher im Kurs als in den letzten Monaten.

Überhaupt sind wir diesen Monat etwas launisch geworden. Da ist man schon mal ein paar Tage lang etwas wählerisch zwischen Mama und Papa. Hanna testet ihre Grenzen sehr ausgiebig. Dazu kommt, dass sie gerade auch wieder etwas unruhiger schläft und öfter mitten in der Nacht mit gepacktem Koffer im Bett sitzt. Am Tag ist man dann müde und launisch — aber auch das gehört dazu. Immerhin funktioniert der Mittagsschlaf dadurch unverändert gut. Außerdem ist Hanna noch beweglicher geworden: Sie klettert alleine ihren Stuhl rauf und runter und schnallt sich selbst an und ab.

Es gibt ein paar neue Wörter, wir tun uns inzwischen aber schwer, genau zu sagen, was nun im letzten Monat hinzugekommen ist. Allen voran hat aber der Müllmann endlich seinen Weg in den Sprachschatz gefunden. Außerdem zählt sie gerne alle möglichen Sachen, deren Menge 2 nicht übersteigt — ein, zwei. Zur U7 beim Kinderarzt mussten wir alle Wörter zusammenstellen, die Hanna schon sagen kann. Dabei sind wir auf rund 50 Wörter gekommen. Dazu kommen inzwischen immer öfter Kombinationen aus zwei oder drei Wörtern („Papa Baum runter“, der Papa hat die Sträucher verschnitten). Alles in allem eine ganz normale Entwicklung.