Randsteine und Untergrund

Der Mittwoch stand weiter im Zeichen der Vorbereitungen für die Terrasse. Zuerst ging es daran, die Randsteine zu setzen. Das war jetzt kein so großes Problem, sondern in erster Linie Maßarbeit. Da wir am Vortag aber noch gemerkt hatten, dass die Begrenzung um das Beet vor dem Wohnzimmerfenster von der Höhe her nicht mehr so richtig passte, mussten diese Steine auch noch neu gesetzt werden.

Dank einem Anhänger voll Fertigzement mit 8-Stunden-Verzögerer gingen die Arbeiten gut voran.

Weil ich nicht so wirklich helfen konnte (Diddi und Schwiegerpapa gingen in der Arbeit voll auf), fing ich derweil an das Beet an Nachbars Garage auszuheben. Die Blechkanten um die Bepflanzung herum war seither gut und schön, aber dazwischen ging das Gras in schmalen Ausschnitten bis zur Wand. Damit war es für den Rasenmäher unerreichbar und die ganze Ecke wurde wöchentlich zum Gärtner-Alptraum.

Als wir gegen Mittag merkten, dass irgendwie noch ziemlich viel Beton übrig war, widmete ich mich voll dem Beet und dem Graben außen herum, damit ich noch am selben Tag die Randsteine setzen konnte. Wie schon vor 7 Jahren an der Südseite des Gartens, gelang das ziemlich gut. Zuletzt wurde noch der zweite Anhänger voll Schotter auf der zukünftigen Terrasse verteilt.

Der Bagger rückt wieder an

Am Dienstag nach Ostern sollte es endlich richtig losgehen. Wie sich Hanna auf diesen Tag gefreut hat! Ein Bagger in unserem Garten! Die Freude bestand aber schon immer mehr aus Angst. Sie wollte lieber aus dem sicheren Wohnzimmer heraus zugucken.

Das Wetter war, wie es sich bei uns für den Bau einer Terrasse gehört, sehr nass. An den ersten beiden Tagen dieser Woche graupelte es immer wieder. Teilweise blieb das auch eine Weile liegen. Erst ab Donnerstag war es erträglich, trocken und teilweise schön sonnig.

Jedenfalls kam Diddi mit dem gemieteten Bagger auf dem Anhänger angefahren und lud ab. Das Dach vom Bagger mussten wir abschrauben, damit er durch den Carport passte — das war aber so geplant.

Wie das mit Baggern auf nassen Wiesen so ist, wurde das schnell zu einer Schlammschlacht. Zuerst kam die Verlängerung der Terrasse um etwa 2,50 m dran. Anschließend musste sich der Bagger nur umdrehen, um das Loch für das Trampolin zu graben: 2,60 m im Durchmesser und in der Mitte 70 cm tief.

Nebenbei haben wir den Rand um die bisherige Terrasse herum mit dem Spaten abgegraben und tief genug für die neuen Randsteine gemacht.

Die Erde schafften wir mit 6 Fahrten im Anhänger nach Oberhausen, wo wir sie auf dem Hof von Team Hummel abladen durften.

Der Bagger musste zuletzt noch die Überreste vom Baum ausgraben und die Buchsbäume vor dem Haus beseitigen. Dann durfte er auch schon wieder zurück auf seinen Anhänger.

Das alte Holz muss weg

Am Freitag und Samstag vor Ostern haben wir gleich mal die bei Hornbach vorab bestellte und gelieferte Gartenbox aufgebaut. Ein Unterfangen, das zu zweit letztendlich 3 Stunden dauerte. Nun ja, die Bewertungen deuteten etwas in der Richtung an. Wie auch immer, sie stand (rum) und diente fortan Hanna als Hühnerstall — alles bestens.

Wichtiger war, die alte Terrasse abzubauen. Das ging einigermaßen gut, dauerte aber dank festgefressener Schrauben auch seine Zeit. Wie immer gilt: Wenn es dann endlich richtig läuft, ist man fertig. 6 bis 8 Akkuladungen später war sie weg und das Gewirr aus Spinnen, Löffeln und heruntergefallenen Überraschungsei-Spielsachen kam zum Vorschein.

Die Betonplatten, die das Fundament ausmachten, waren mit Gewalt einigermaßen gut zu beseitigen. 56 Platten sahen noch gut aus und wurden schnellstmöglich verschenkt, der Rest wurde abtransportiert.

Das Terrassenholz haben wir per Kettensäge fachgerecht in kaminofengroße Stücke zerkleinert. Nach dem Stapeln war es weniger als erwartet, was uns nicht unrecht ist. Die nächsten paar Winter sind wir jedenfalls versorgt.

Das war doch gleich mal ein würdiger 9. Hochzeitstag. Das dazugehörige „Feiern“ haben wir auf den Freitagabend vorgezogen: wir waren mit Yvonnes Eltern beim Griechen in Rechberghausen.

Hannas 33. Monat

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Hanna wird frech! Naja, auf ihre Art eben. Sie probiert wieder sehr viel aus — hauptsächlich, was passiert, wenn man seinen eigenen Kopf durchsetzen will. Wenn man sie in ihre Schranken weist, bekommt man als Antwort jetzt öfter mal „bla bla bla“ zu hören.

Das Wetter meint es gut mit uns, und so will Hanna jetzt auch jeden Tag „ganz lange draußen spielen“. Tatsächlich hat sich unser Abendprogramm durch den vielen Sonnenschein und die Zeitumstellung etwas verändert. Es wird bis zur letzten Minute draußen gespielt. Abendessen ist dann auch mal deutlich nach 18 Uhr. Bevor der Fernseher sein Abendprogramm zeigen darf — das jetzt aus 2 Folgen Bobo Siebenschläfer oder anderen Serien besteht — spielen wir immer öfter noch eins von Hannas Spielen.

Langsam wird es ernst: der Schnuller kommt weg. Hanna beteuert in letzter Zeit verstärkt, dass sie ihn „unbedingt braucht“. Dabei ist er doch schon lange der Schnullerfee versprochen. Die hat schon angekündigt, dass sie ihn nach Ostern gegen ein Trampolin eintauscht, sobald wir ein Loch dafür gegraben haben. Wir sind gespannt was das für Kämpfe und (Schrei-) Krämpfe geben wird. Wahrscheinlich ist das Betteln um ein Pflaster für den Finger mit dem riesigen Aua noch gar nichts dagegen.

In jedem Fall liegen spannende Wochen vor uns. Nicht mehr lange, dann kommt der Bagger (Hanna will von drinnen gucken). Und wir haben angefangen, unsere Terrasse weg zu machen (dann kann Hanna ja gar nicht mehr spielen)!

Neue Terrasse und andere Baustellen

Im Sommer 2016 zeichnete sich endgültig ab, dass wir eine neue Terrasse brauchen würden. Das Holz war zwar — vom Vordach geschützt — noch gut erhalten, fing aber sehr stark an zu splittern. Wir hatten weder selbst Lust, barfuß darüber zu laufen, noch konnten wir Hanna guten Gewissens darauf spielen lassen. Die Gefahr, dass sie sich was größeres als nur ein paar Spreißel (Schwäbisch für „Holzspan im Finger“) einfing, war einfach zu groß.

Im Winter haben wir also „Projekt Terrasse 2.0“ geplant, was sehr schnell zu „Garten 2.0“ wurde. Da gab es einiges zu bereinigen:

  • Hanna brauchte unbedingt ein Trampolin
  • die Abdeckung der Zisterne gefiel uns nicht mehr, der Weg sollte einfach ganz normal fortgeführt werden
  • wir wollten ein Sonnensegel für mehr Schatten auf der Wiese
  • das Beet entlang der Garage zum Nachbarn war in jeder Hinsicht unpraktisch
  • wir wollten eine neue Gartenbox zur Aufbewahrung von Feuerholz und zukünftig auch anderen Sachen
  • der Baum musste weg, bevor er mit den Wurzeln irgendwas anstellen konnte; außerdem war er ohnehin schon immer irgendwie krank (Rost)
  • sämtliche Buchsbäume waren vom Buchsbaumzünsler dahingerafft und sollten weg
  • einige andere Büsche hatten sich zu breit gemacht und wurden verschenkt oder entfernt
  • vor dem Haus wollten wir eine Bank haben, damit wir da hobbitmäßig rumsitzen können

Eine ganz ordentliche Liste mit Aufgaben also. Der Urlaub ab Ostern war eingeplant, der Gartengestalter unseres Vertrauens war gebucht und es konnte losgehen.