Archiv der Kategorie: Urlaub

Zuhause ist es am schönsten — weshalb wir nicht so oft im Urlaub sind. Wenn doch, landen hier alle Urlaubsberichte, sobald der Urlaub vorüber ist. Außerdem nutzen wir diese Möglichkeit als Ersatz für Postkarten, die sonst ja doch immer erst 7 Wochen später ankommen.

Eine Thunfischpizza bei Familie Michel

ThunfischpizzaNach langer Zeit konnten wir endlich mal wieder einen Teller-Gutschein von unserem unfreiwilligen Polterabend einlösen. Zum Auftakt unseres Urlaubs verschlug es uns in ein kleines Nest (im wahrsten Sinne) am südlichen Rand von Thüringen. Dort wohnen Onkel, Tante samt Cousins und Cousinen, die uns zu einer Thunfischpizza eingeladen hatten.

Warum eine Thunfischpizza? Weil ich dieser bei einem früheren Treffen vor einigen Jahren nicht gerade abgeneigt war. Cousinen und Cousins hatten dafür aber irgendwie nur wenig Verständnis – sie alle konnten mit Thunfisch auf einer Pizza nichts anfangen. Zumindest haben sie mir nichts weg gegessen.

Mit Familie Michel auf dem KreuzbergDa man sich sonst nicht allzu oft sieht, haben wir es nicht auf einer Pizza beruhen lassen. Nach Kaffee und Kuchen bekamen wir eine gut geführte Wanderung auf den Kreuzberg in der Rhön spendiert. Dort oben gibt es ein Kloster, wo die Mönche den ganzen Tag lang Bier brauen. Auch wenn wir eigentlich nicht auf dunkles Bier stehen, war das ausgesprochen lecker. Aber wenn man gerade einen Berg erklommen hat (oder zumindest dessen Kuppe) schmeckt ja auch so ziemlich jedes Bier lecker. Was jetzt nicht heißen soll, dass es nur deshalb gut war… also, nein, eigentlich ist das Bier ganz schön gut.

ThunfischpizzaDanach wurden wir mal eben für die Pizza nach Salzburg verfrachtet. Also jetzt nicht nach Österreich, sondern zu einer Burg in der Nähe, die man die Salzburg nennt. Der Italiener, der sich dort eingenistet hat, geht seinem Handwerk mit sehr viel Motivation und entsprechendem Erfolg nach. Soll heißen, es war sehr lecker!

Schließlich ließen wir den Abend im Garten ausklingen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Familie Michel für den schönen Tag, die gute Führung durch die Rhön und die leckere Pizza!

Rundgang an Deck

Es ist schon ein Weilchen her, dass wir mit einem großen Boot durch die Karibik geschippert sind. Aber der Winter ist genau die richtige Zeit, so eine Reise nochmal aufleben zu lassen. Zum Beispiel, indem man noch unbearbeitetes Fotomaterial schnappt und etwas brauchbares daraus macht. Wir hoffen, unser kleiner Rundgang über die Navigator of the Seas gefällt Euch.

Es ist längst nicht alles zu sehen, was es auf dem Schiff gibt. Aber es sollte doch zumindest ein Eindruck von der Größe und dem Alltag auf so einem Dampfer entstehen.

Tag 12 – Düsseldorf, Stuttgart

Flug nach FrankfurtWir ließen die ganzen Passagiere vor uns aussteigen, denn wir hatten ja keine Eile. Unser Flieger nach Stuttgart ging ja erst am Nachmittag. Wir schlenderten also gemütlich durch den Flughafen. Bereits im Vorfeld hatten wir überlegt, während den fünf Stunden Aufenthalt in die Stadt zu fahren und diese ein bisschen zu erkunden. Aber als ich mein Handy anmachte und eine SMS von meinem Bruder bekommen hatte, warfen wir diesen Plan über den Haufen. Streik!

Wir informierten uns genauer darüber, aber zu diesem Zeitpunkt konnte keiner von den Lufthansa-Mitarbeitern Auskunft geben, wie lange gestreikt würde. Nach einer Stunde und einem Besuch auf der Besucherterrasse erfuhren wir, dass die Flüge wieder starteten. Und so gingen wir durch die Sicherheitskontrolle um uns einen ruhigen Platz zu suchen. Fort LauderdaleWir fanden ihn auch prompt im Boarding-Bereich. Während Bert sein Handy wieder nutzen konnte und sich auf den neuesten Stand brachte, machte ich mich auf den Bänken lang und schlief endlich eine Runde.

Wir stellten kurz vor dem Boarden fest, dass wir für unseren Rückflug nicht richtig gekleidet waren. Es flogen nur Geschäftsleute mit – alle mit Anzug und Krawatte. Die Fokker 100 hob exakt um 15.15 Uhr ab und so landeten wir überpünktlich wieder in der Heimat.

Susi, meine Schwägerin, holte uns am Flughafen ab und brachte uns wieder nach Weilheim. Dort wurden wir bereits freudig von unseren Nichten Lina und Pia in Empfang genommen. Nach einer leckeren roten Wurst bei meinen Eltern machten wir uns auf den Weg nach Rechberghausen, wo unsere Reise vor 12 Tagen begann.

Tag 11 – Fort Lauderdale, Miami, Düsseldorf

MiamiUm 7.30 Uhr saßen Bert und ich beim Frühstück. Wir machten die Feststellung, dass es kein Unterschied ist, ob man Frühstücksbuffet oder kontinentales Frühstück bestellt. Man darf sich in beiden Fällen vom selben Buffet bedienen. Nach einem letzten amerikanischen Frühstück gingen wir in die nahe gelegene Galleria-Mall, ein kleines Einkaufszentrum. Also, klein für amerikanische Verhältnisse. Dort schlenderten wir durch die Geschäfte und vertrieben uns die Zeit.

Wir mussten um 11 Uhr aus unserem Zimmer raus, deshalb saßen wir die Zeit bis zur Abholung vor dem Hotel in gemütlichen Sesseln und schauten den anderen beim Ankommen und Verlassen des Hotels zu. Eigentlich war die Abholzeit auf 15 Uhr (drei Stunden vor dem Flug) festgelegt. Doch wir fragten einfach einen Fahrer, der andere Passagiere für einen früheren Flug abholte, ob er uns mitnehmen würde – denn wo wir die Zeit absaßen, war eigentlich egal. Nach einem Telefonat mit der Zentrale nahm er uns mit. Zu viert ging es über den Highway zurück zum Flughafen Miami.

MiamiNachdem wir bereits gestern im Hotel wieder online eingecheckt hatten und wir somit unsere Bordkarten schon hatten, mussten wir nur noch unser Gepäck abgeben. Das ging sehr rasch. Wir beschlossen, auch gleich durch die Sicherheitskontrolle zu gehen, denn im Terminal gab es nichts, wo man sich aufhalten konnte.

Als wir an der Reihe waren, schauten die Beamten bei der Passkontrolle ganz schön blöd. Nachdem auf der Bordkarte Kößler mit oe und ss geschrieben stand und im Reisepass der Name richtig mit ö und ß steht, beanstandeten sie erstmal die Angaben. Wir mussten ihnen also erst noch ein wenig Allgemeinbildung vermitteln. Scheinbar kam vor uns dort noch nie irgend ein Müller durch. Dann mussten wir die Schuhe ausziehen und durch die Schleuse, man kam sich schon irgendwie komisch vor. Die Körperscanner wurden aber aus irgend einem Grund nicht eingesetzt. Der Wartebereich danach muss allerdings der mit Abstand sicherste Ort Miamis sein.

MiamiWir hatten noch gut 4 Stunden Zeit, bis wir starteten. Deshalb aßen wir eine Kleinigkeit und bummelten durch die Shops, ehe wir um 17.50 Uhr mit einer dreiviertel Stunde Verspätung starteten.

Bert saß wie immer am Fenster. Zum Glück hatte die A340 außen 2er-Reihen. Nach einem Abendessen (Nudeln mit Soße) wurde es allmählich leiser an Bord. Das Kind in unserem Abteil hielt davon allerdings nicht so viel. Es schrie bei jedem kleinen Ruckler. Irgendwann schlief Bert dann ein, aber ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, denn irgend jemand streifte mich immer, entweder die Stewardess oder irgendwelche Leute die auf dem Weg zur Toilette waren.

Eine gute Stunde vor der Landung kam eine Durchsage über den Lautsprecher, dass sie einen Arzt bräuchten, weil sie einen Notfall an Bord hätten. Zum Glück flog einer mit. Durch diesen Zwischenfall durften wir in Düsseldorf bevorzugt landen und wurden erst aus dem Flugzeug gelassen, nachdem die Sanitäter an Bord waren. Das war dann schon der zweite mobile Notfall auf dieser Reise.

Tag 10 – Ausschiffung, Fort Lauderdale

Fort LauderdaleHölle los! Da die Frühstückszeit heute auf zwei Stunden begrenzt war und die Passagiere bereits in Gruppen eingeteilt waren, wer wann abgeholt wurde und wann vom Schiff musste, drängten sich alle gleichzeitig in den Frühstücksraum.

Da wir in der letzten Gruppe waren, die von Schiff durfte (oder besser gesagt musste),  hatten wir nach dem Frühstück noch Zeit, den anderen beim Verlassen des Schiffes zuzuschauen und das Treiben im Hafen zu beobachten. Es waren noch lange nicht alle von Bord, als schon wieder die Lagerräume aufgefüllt wurden.

Wir hatten unseren zugewiesenen Platz, an dem wir uns um 10 Uhr einfinden mussten. Und so warteten wir im Theater mit vielen anderen auf unsere Ausstiegserlaubnis. Wir verließen demütig und traurig das Schiff, holten unser Gepäck und reisten wieder in die USA ein. Draußen wartete bereits der Van, der uns wieder ins Hotel brachte. Es war genau das gleiche Hotel wie vor der Kreuzfahrt.

Fort LauderdaleDas Zimmer war noch nicht bezugsfertig und wir hatten noch genügend Zeit, mit dem Tag was anzufangen. Deshalb beschlossen wir, mit dem Wasser-Taxi die Stadt zu erkunden. Wir kauften uns ein Tagesticket (was anderes gibt’s da auch nicht) und fuhren durch die Kanäle.  Mit dem Tagesticket kann man an allen Haltestellen aussteigen und wieder einsteigen – so oft man will. Man kann bis in den späten Abend fahren. Wir stiegen in Downtown aus, wo wir durch die Straßen  schlenderten und in einem Restaurant einen  leckeren  Burger aßen, und fuhren dann zurück zum Hotel. Denn in der Zwischenzeit war unser Zimmer bezugsfertig. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Supermarkt, wo sich  Bert M&M’s mit Erdnussbutterfüllung kaufte, zogen wir uns im Hotel um und machten uns noch einmal auf die Wasser-Taxi-Tour.

Fort LauderdaleWir blieben die kompletten 12 Stationen hin und wieder zurück sitzen, was gut 2½ Stunden Fahrtzeit waren. An Station 7, derjenigen, die dem Hafen am nächsten liegt, konnten wir einen letzten wehmütigen Blick auf die Navigator of the Seas werfen, die gerade mit neuen Passagieren Richtung Bahamas auslief. Schließlich waren wir nach Sonnenuntergang zurück beim Hotel.