Archiv der Kategorie: Urlaub

Zuhause ist es am schönsten — weshalb wir nicht so oft im Urlaub sind. Wenn doch, landen hier alle Urlaubsberichte, sobald der Urlaub vorüber ist. Außerdem nutzen wir diese Möglichkeit als Ersatz für Postkarten, die sonst ja doch immer erst 7 Wochen später ankommen.

Hannas 23. Monat

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Der Mai ist wie im Flug vergangen. Kein Wunder, wie waren ja auch mal kurz in Kärnten im Urlaub. Wie schon im letzten Jahr am Bodensee hat das ziemlich gut geklappt. Hanna hat sofort die neue Umgebung erkundet und war ganz aus dem Häuschen. Überall so viel neues! Gerade die kritischen Punkte, Mittagsschlaf und Abendritual, in fremder Umgebung waren meistens kein Problem. Wenn es mal nicht so lief, lag das eher an einem ungünstigen Zeitplan: wenn es für den Mittagsschlaf eigentlich schon zu spät war oder Hanna auf der Rückfahrt von einem Ausflug schon kurz geschlafen hatte. Aber wir haben da ja so unsere Tricks, wie wir die typischen Probleme vermeiden können. Trotzdem war es nicht immer ganz einfach, sie bei Laune zu halten, besonders, wenn man mal irgendwo warten musste.

Und überhaupt ist Urlaub einfach toll! Fast jeden Tag gab es Eis. Ebenso lag immer Mais am Buffet herum und zum Frühstück gab es Eier. Übrigens geht all das da oben rein, ist dann hier drin und kommt da hinten wieder raus. Ganz wichtig. Aber auch zuhause gab es eine Menge neue Wörter zu lernen. Zum Beispiel sitzt man auf einem Hocker am Tisch. Viel wichtiger ist aber, dass Hanna seit dem 30. Mai ihren Namen endlich richtig sagen kann. Aus Dada ist über den Umweg Hata jetzt Hanna geworden. Wie üblich wurde auch dieser wichtige Meilenstein erreicht, als der Papa mal kurz für drei Tage zur Fortbildung in Berlin war. Dafür hat sie ein Talent. Vielleicht sollte ich öfter mal verreisen, damit sie alle möglichen Dinge schneller lernt.

Langsam wird Hanna auch mit ihrem neuen Laufrad warm, auch wenn es immer noch ein kleines bisschen zu groß ist. Dazu war es aber nötig, eine Klingel daran anzubringen — sozusagen als Lockmittel. Die Angst vor dem Unbekannten fährt aber immer mit, auch wenn wir sie ja halten und schieben.

Das wichtigste „Spielzeug“ ist aber definitiv der Jako-o-Katalog. Da ist schließlich alles drin, was man sich als Kind wünschen kann: eine Nestschaukel zum Rumschaukeln, ein großer Traktor zum Fahren und natürlich ein Trampolin zum Hüpfen. Wir haben da was läuten hören, dass manches davon zum Geburtstag nächsten Monat erfüllt werden könnte. Aber pssst! Auch sonst ist der Katalog unheimlich interessant und muss schon alleine wegen den Seiten 146 bis 149 mit den Bällen mehrmals täglich durchgeblättert werden. Dem entsprechend sieht er aus. Leider müssen wir bis August auf einen neuen warten.

Urlaub am Bodensee

Wir waren mal eben eine Woche im Urlaub. So ein Monat Elternzeit bietet sich dafür ja an. Für diesen ersten Familienurlaub musste der Bodensee herhalten — der ist nicht so weit weg, aber es gibt trotzdem genug zu sehen. Vor allem natürlich auch für Hanna.

Da gab es: Wasser (das Meer), Enten, Schwäne, Autos, Wiese, Ball, Leute, Bagger, Rehe, Spielzeug, Schweizer, Kinder, Boote, Berge, Apfelbäume. Aber mal eins nach dem anderen.

Samstag

Die Ferienwohnung in BodmanWir haben den Mittagsschlaf für die Fahrt zum Bodensee genutzt. Das ging eigentlich ganz gut, bis auf die letzte halbe Stunde. Hanna ist zum ersten Mal in ihrem neuen Sitz vorwärts gefahren, was scheinbar gegen die bösen Spuck-Attacken geholfen hat. In der Ferienwohnung angekommen wurde alles ausgepackt, eingeräumt, untersucht und erkundet. In Ludwigshafen haben wir noch ein paar Sachen eingekauft. Viel mehr hat das regnerische Wetter an diesem Tag nicht mehr zugelassen.

Sonntag

Zuerst musste die Umgebung erkundet werden. Bodman ist jetzt nicht gerade eine Weltstadt, aber dafür ruhig und total wie Urlaub. Der Park am Bodensee-Ufer ist bestens zum Herumlungern geeignet.

Eigentlich wollten wir zeitig Mittag essen. Aber weil alle Restaurants erst um 12 Uhr öffnen, wurde das etwas chaotisch — inklusive müdem Kind und Mittagsschlaf im Kinderwagen. Der dauerte dann allerdings doch so lange, dass es noch für ein Eis + Latte im Café gereicht hat.

Montag

Bevor das angekündigte Bombenwetter kommen sollte, wollten wir noch den Pflichtteil abarbeiten: Einkaufen und Stadtbesichtigung in Konstanz. Unser Plan — einkaufen am Vormittag, Mittagessen, Stadt- und Hafenbesichtigung während dem Mittagsschlaf — ging sehr gut auf.

Die Stadt war wie immer mit Schweizern überbevölkert, die überall lange Schlangen an den Kassen verursacht haben. Überhaupt war ganz schön viel los, dafür dass die Osterferien gerade vorbei waren.

Dienstag

Rehe ärgernIn der Nähe von Bodman gibt es einen Wildtierpark, den wir bei Spitzenwetter besucht haben. Dort gab es Rehe, Hirsche, Wildschweine, Bären (weniger) und anderes Wildgetier zu sehen. Außderdem fährt eine Eisenbahn durch einen Teil vom Park, die ziemlichen Krach macht, aber cool aussieht. Am Ende gibt es noch einen riesigen Abenteuerspielplatz und Erlebnispark, der für uns aber wohl frühestens in einem Jahr interessant wird.

Mittwoch

Blumen auf der Insel MainauDa wir schon mal in der Ecke waren, musste die Insel Mainau besichtigt werden. Wir waren früh da, weil wir (wie auch den Rest der Woche) nicht wussten, wie wir unseren Wecker auf später als 6:15 Uhr stellen konnten. Irgendwie quakte der trotzdem immer schon so früh.

Na jedenfalls waren wir mit unter den ersten dort, und das war gut so. So konnten wir alles in Ruhe ansehen, vor allem die Tulpen und die Eisenbahn. Gegen Mittag füllte es sich dann (natürlich vorwiegend mit Schweizern), aber da hatten wir nur noch einen Mittagsschlaf zu machen. Sehr schön war auch das Schmetterlingshaus, wo mal richtig große Exempare herum flatterten.

Donnerstag

Da wir in den vergangenen drei Tagen voller Action gemerkt hatten, dass Hanna von den ganzen neuen Eindrücken ziemlich wuschig wurde, wollten wir es an den letzten zwei Tagen eher ruhig angehen. Am Donnerstag blieb daher das Auto geparkt.

Am Vormittag unternahmen wir einen kurzen Spaziergang zum nahe gelegenen Wasserreservoir. Nach Mittagessen und Mittagsschlaf in der Ferienwohnung machten wir nochmal Bodman unsicher. Eis + Latte im Café waren immer noch so gut wie am Sonntag. Diesmal hatten wir außerdem die Decke dabei, um auf der Wiese im Park herumlungern zu können. Das Wetter war schon deutlich wolkiger, wurde aber am späten Nachmittag doch noch ziemlich schön.

Freitag

Da der ruhige Donnerstag Hanna offenbar sehr gut getan hatte, ließen wir es am Freitag ebenso angehen. Uns blieb auch nicht viel mehr übrig, weil der Regen zurück war und ein Ausflug daher nicht besonders erstrebenswert schien.

Nach einem kurzen Einkauf in der Obstkiste und in Ludwigshafen gab es wieder Mittagessen und Mittagsschlaf in der Ferienwohnung. Danach ließen wir den Nachmittag ruhig ausklingen und packten schon mal so langsam unsere sieben oder acht Sachen.

Samstag

Um 9 Uhr ging es zurück nach Hause. Bei einem kleinen Abstecher in Weilheim gab es Mittagessen bei Oma und Opa. Zuhause angekommen war erstmal wieder alles ganz neu. An Mittagsschlaf war nicht zu denken, der wurde auf später verschoben. Erst musste alles wieder angeschaut werden. Und das Windrad war wieder da — endlich!


Na jedenfalls war das ein schöner und größtenteils ruhiger erster gemeinsamer Familienurlaub. Hanna hat wahrscheinlich jetzt noch den Kopf voll von den ganzen neuen Sachen. Jedenfalls kommt uns das nachts so vor. Zuhause schläft sie ab jetzt in ihrem eigenen Zimmer — wir haben die Umgewöhnung an die fremde Umgebung gleich als Anlass genommen. Mal sehen, wie das so klappt.

Wir waren in Urlaub. Ich weiß nicht, wo dieses Urlaub ist, aber da war es schön. Da war auch das Meer, mit ganz viel Wasser und Enten. Einmal waren wir auch bei Tieren im Wald und auf einer Insel mit vielen Blumen. Aber zu Hause ist es schöner.

Nürnberg und Tiere

Affen auf einer SeilbrückeWeil wir schon mal in der Nähe waren, mussten wir unbedingt einen Ausflug nach Nürnberg machen. Kultur und alte Gemäuer liegen uns ja nicht so; deshalb haben wir uns für einen Besuch im Tierpark entschieden. Für die Anfahrt nahmen wir Zug und Straßenbahn, weil die da in Bayern so ein furchtbar praktisches Gruppenticket haben, was das ganze ziemlich günstig macht. Außerdem haben wir durch die Straßenbahn-Stadtrundfahrt so auch gleich unsere Schuldigkeit in Sachen Kultur getan.

Seitliche Nahaufnahme eines PinguinsDer Tierpark ist sehr schön, aufgeräumt und übersichtlich, aber trotzdem groß. Dank der Ferien war natürlich viel los, aber das verlief sich. Die Auswahl an Tieren ist eine etwas andere als in der Stuttgarter Wilhelma, unserem Referenz-Tierpark. Es gibt jede Menge Hirschgetier und so Büffel und sowas. Die sind ja eher unspektakulär, weil sie den ganzen Tag nur rumstehen und kauen. Elefanten gibt es gar keine, schade. Auch unsere Verwandten, die Affen, kommen etwas zu kurz.

Zwei Delphine unter WasserAllerdings machen die Delphine alles wieder wett. Davon haben sie eine ganze Menge und die kann man richtig gut beobachten. Das Delphinbecken hat ein großes Panoramafenster, wo man die Viecher schwimmen sieht. Alle paar Stunden ist dann Fütterung mit Show. Da hüpfen die dann rum (für Fische) und spielen mit Bällen (für Fische) und winken mit den Flossen (für Fische) und zeigen ihre Zähne (für Fische). Also so richtig toll. Die Seehunde übrigens auch, aber die haben gegen die Delphine natürlich schon ein bisschen verloren.

Delphine springen vor viel Publikum aus dem WasserSehr schön ist im Nürnberger Tierpark auch, dass man oft ziemlich nah an die Tiere ran kommt. Zum Beispiel gibt es da so Mini-Affen, die auf einer Brücke direkt über die Besucher drüber laufen können. Oder die Pinguine haben ihre steinerne Lieblingseisscholle ganz nah am Zaun. Nur der Braunbär war irgendwie sehr traurig, weil er so alleine war. Der Brillenbär war nicht zuhause; wir vermuten, dass das eigentlich auch nur der Braunbär ist, der ab und zu das Gehege wechselt und sich dann eine Brille aufsetzt. Der Eisbär war irgendwie von der Wärme ganz gaga und lief immer nur auf ein paar Metern auf und ab.

Ein Tiger schwimmt im Wasser, das komplett mit Entengrütze bedeckt istEine der Hauptattraktionen ist der Tiger. Der tigert den ganzen Tag in seinem Dschungel auf und ab, wie Tiger das nun mal so machen. Noch toller ist aber, dass er ab und zu mal die Besucher anknurrt und faucht und zum Sprung ansetzt, als würde er gleich ein besonders fettes Exemplar schnappen wollen. Leider ist da aber der breite Wassergraben im Weg, und so gab es keine Show mit dem Tiger. Dafür gab er sich aber nicht so wasserscheu, wie man es Katzen sonst zuschreibt, und ging dann öfter mal in der Grütze baden. Toll!

Etwas enttäuscht waren wir, dass es zwar dschungelmäßige Grünanlagen gibt, aber darin kein Tyrannosaurus Rex herum läuft. Auch Einhörner haben wir nicht gesehen. Da könnte man echt noch was verbessern!

Der Turm von Isengard aus LegoNach dem Besuch im Tierpark haben wir uns noch die Innenstadt angesehen. Wer mal einkaufen will, ist in Nürnberg mit Sicherheit gut aufgehoben. Sowohl die Altstadt mit dem Marktplatz als auch die „Neustadt“ bieten an Geschäften alles, was man sich nur wünschen kann. Auch einen Lego-Laden. Was die da alles haben! Wahnsinn! Auch zu essen gibt es reichlich. Man sollte nur nicht versuchen, vor 17 Uhr einen Italiener zu finden. Die wollen vorher nichts verdienen. So hat dann der Burger-Schuppen Hans im Glück ein Geschäft gemacht. Auch sehr zu empfehlen.

Am See

Badestrand am Großen BrombachseeWir waren mal wieder ein wenig unterwegs, diesmal im Fränkischen Seenland, genauer gesagt am Brombachsee. Dort gibt es ja hauptsächlich Bäume und Touristen. Und Wasser natürlich, weshalb es sich bestens zum Urlaub machen eignet. Auch wenn wir jetzt nicht unbedingt weiter als bis zu den Knöcheln in so einen See rein gehen. Da schwimmt schließlich jede Menge Zeug drin rum. Anders als im Freibad, wo alles gleich vom Chlor weggefressen wird.

Aber Baden war jetzt auch nicht unser oberstes Ziel, sondern einfach mal ein paar Tage raus zu kommen und abzuschalten. Irgendwie sind wir dann in den ersten Tagen doch mehr herumgestiefelt, als wir es vor hatten. Der Weg vom Hotel zum See wird zum Beispiel überall mit 10 Minuten angegeben, aber wir haben gut eine halbe Stunde gebraucht – und wir laufen jetzt nicht gerade langsam. Nadelwald mit wilden Heidelbeeren am BrombachseeSolche leicht zweifelhaften Zeitangaben haben wir ja schon reichlich in Bayern kennen gelernt. Also entweder laufen die Bayern alle viel schneller als der Rest der Welt, oder die messen die Zeit einfach mit dem Moped aus und kommen gar nicht auf die Idee, dass das nicht zweckmäßig ist.

Na jedenfalls hatten wir noch genug Zeit, am See herum zu liegen und in das reichhaltige Wolkenangebot zu gucken. Das war schon ziemlich seltsam. Morgens strahlender Sonnenschein, aber sobald wir uns am See niedergelassen hatten, kamen die Wolken. Wenn es zu frisch wurde, sahen wir uns nach alternativen Ausflugszielen um, und sobald wir dorthin auf dem Weg waren, kam die Sonne wieder raus. Also mussten wir das Wetter überlisten und so tun, als würden wir gleich voll das Kulturprogramm fahren – und dann einfach inmitten alter Rathäuser und sowas abschalten und faul in ein Café oder einen Biergarten sitzen. Hat funktioniert.

Vier Störche auf dem Kirchendach in Gunzenhausen

Nachdem unser Hotel in Pleinfeld lag, wo es außer einer unspektakulären aber lauten Fußgängerzone nicht viel gibt, hat es uns zum Beispiel nach Gunzenhausen verschlagen. Die Fußgängerzone dort ist zwar genauso befahren, aber es gibt deutlich mehr Eis. Mit Pfefferminz-Geschmack! Und Störche haben die da auf den Dächern, was ja jetzt doch schon ziemlich selten ist. Das Nest haben wir nicht gesehen, aber auf der Website von Gunzenhausen steht eine Webcam. Wir haben so fünf bis sechs Störche gezählt, die meisten auf dem Dach der Kirche. Ansonsten ist es da auch sehr schön, auch zum Einkaufen und so.

Eingang des Landhotels SonnenhofUnser Hotel war das Landhotel Sonnenhof in Pleinfeld. Gleich nebenan gibt es einen Campingplatz, der sehr schön ist, wenn man Camping mag. Das Hotel ist sehr ordentlich und sauber und die Menschenmengen in der Urlaubszeit verlaufen sich gut. Es hat einen sehr schönen Garten, wo man abends noch in Ruhe rumsitzen kann. Außerdem gibt es einen Biergarten, der aber nur bis 18 Uhr geöffnet hat.

Die Verbindung zur Außenwelt wird durch das praktisch nicht nutzbare Mobilfunknetz völlig gestört, was ja im Sinne von Urlaub ist. Dummerweise taugt auch das kostenlose WLAN vom Hotel nicht allzu viel. Es gibt nur eine Ecke, wo man eine stabile und halbwegs schnelle Verbindung hat. Zum Glück ist das auch genau die Ecke, wo man abends in Ruhe sitzen kann. Also eigentlich alles prima.

Demnächst berichten wir noch von unserem Ausflug in den Nürnberger Tierpark, wo es keine Dinosaurier gibt.