Archiv der Kategorie: Unterwegs

Manchmal sind wir irgendwo unterwegs und müssen schnell mal ein paar Bilder davon zeigen, die dann hier landen.

Diktieren statt Schreiben – Wir brauchen mehr Text!

Ich schreibe eigentlich gerne und viel. Hauptsächlich schreibe ich ja über Heimkinos, aber auch andere Themen brennen mir unter den Nägeln. Diese Seite hier fühlt sich manchmal etwas vernachlässigt weil mir einfach nicht genug Zeit bleibt alles zu schreiben was ich will.

Zwar schreibe ich einen Großteil meiner Artikel und Texte während meinen täglichen Zugfahrten zur Arbeit. Aber mit dem Smartphone tippt es sich sehr langsam. Daher probiere ich hier nun zum ersten Mal aus den Text per Headset zu diktieren um schneller vor an zu kommen. Eine Premiere also. Dieser Beitrag wird komplett von meiner Sprache in Text umgesetzt.

Ich habe mir dazu so ein kleines Gerät zugelegt Komma das ich mir ins Ohr stecke. Was eigentlich zum Telefonieren gedacht ist nutze ich hauptsächlich als Mikrofon. Jetzt bleib halt mal irgendwie so stecken Mann. So sehe ich zwar aus wie ein Geschäftsmann ohne Anzug Komma aber das ist ja heute normal.

Was etwas ungewohnt ist Gedankenstrich weniger für mich Komma mehr für alle anderen Gedankenstrich ist die Tatsache dass ich hier in aller Öffentlichkeit gegen eine Wand rede. Zuerst wirkt das wohl als ob ich telefoniere Komma aber meine Mitreisenden merken sicher schnell Komma dass mit mir irgendwas nicht stimmt. Warum hält der Mist denn nicht? Ist mir aber egal Komma nur die Produktivität zählt.

Die Zugfahrt wird dadurch natürlich sehr abenteuerlich. Ist hier noch frei? Danke. Ich mag es ja selbst überhaupt nicht Komma wenn jemand die ganze Zeit lauthals telefoniert. Mal kurz ist ja in Ordnung aber ich rede ja hier die ganze Zeit. Natürlich versuche ich rücksichtsvoll zu sein. Aber mal ehrlich: Die anderen interessiert es auch nicht, ob sie mit ihrem Business-Kasper-Gehabe jemanden stören. Nächster Halt Mögglingen Ausstieg in Fahrtrichtung rechts. Ich sehe es gar nicht mehr ein Komma rücksichtsvoll zu sein!

Ein großer Vorteil beim Diktieren ist der dass ich nicht damit aufhören muss wenn die Zugfahrt zuende ist. Beim Schreiben verfällt man irgendwann in so eine Art Fluss. Das ist der Moment wo es richtig anfängt zu laufen und die Wörter nur so aus einem heraus fließen. Dieser Zustand stellt sehr verehrte Fahrgäste aufgrund einer Störung im Betriebsablauf verzögert sich die Weiterfahrt um wenige Minuten. Wir bitten dies zu entschuldigen. Na toll Drecksladen. Jeden Tag was anderes. Wo war ich jetzt gleich. Dieser Zustand stellt sich erst so nach ungefähr 20 bis 30 Minuten ein. Da muss ich dann aber normalerweise schon wieder aussteigen. Also komme ich sonst gar nicht erst in diesen Fluss oder zumindest nicht für längere Zeit. Das hemmt die Produktivität erheblich.

Inzwischen bin ich mit dem Zug in meinem Seilbahn Hof horch angekommen und auf dem Weg zum Auto. Dank Bluetooth bricht die Verbindung zwischen Smartphone und Headset nicht ab. Ich diktiere also fröhlich weiter Komma bleibe im Fluss und schaffe noch den einen oder anderen Satz Komma bis ich am Auto angekommen bin.

Auch beim Autofahren setze ich mein Diktat fort. Im Auto sitzt man ja normalerweise nur da und wartet bis man ankommt. Diesem Schicksal entkomme ich nun und nutze die Fahrtzeit für produktives Schreiben. Komm jetzt fahr du Depp.

Das mag jetzt natürlich erstmal riskant erscheinen oder sogar verboten. Bei genauerer Betrachtung ist aber nichts weiter dabei. Telefonieren mit Headset oder Freisprechanlage ist genauso erlaubt wie sich mit dem Beifahrer zu unterhalten. Also kann ich mich genau so gut per Headset mit meinem Diktiergerät unterhalten. Na komm grüner wird’s nicht! Wenn ein erhöhtes Maß an Konzentration nötig ist Komma kann ich ja sogar beliebig lange Pausen machen.

So kann ich nun also meinen gesamten Arbeitsweg sinnvoll nutzen um mehr zu schreiben. Ich sehe es schon kommen Doppelpunkt auch diese Seite wird sich bald kaum noch vor neuen Beiträgen retten können.

Ich bin gespannt Komma wie gut dieser Text geschrieben ist. Satz Zeichen sollen ja angeblich beim Diktieren kein Problem mehr sein. Da ich der modernen Technik voll vertraue Komma drücke ich daher direkt mal auf veröffentlichen.

Nürnberg und Tiere

Affen auf einer SeilbrückeWeil wir schon mal in der Nähe waren, mussten wir unbedingt einen Ausflug nach Nürnberg machen. Kultur und alte Gemäuer liegen uns ja nicht so; deshalb haben wir uns für einen Besuch im Tierpark entschieden. Für die Anfahrt nahmen wir Zug und Straßenbahn, weil die da in Bayern so ein furchtbar praktisches Gruppenticket haben, was das ganze ziemlich günstig macht. Außerdem haben wir durch die Straßenbahn-Stadtrundfahrt so auch gleich unsere Schuldigkeit in Sachen Kultur getan.

Seitliche Nahaufnahme eines PinguinsDer Tierpark ist sehr schön, aufgeräumt und übersichtlich, aber trotzdem groß. Dank der Ferien war natürlich viel los, aber das verlief sich. Die Auswahl an Tieren ist eine etwas andere als in der Stuttgarter Wilhelma, unserem Referenz-Tierpark. Es gibt jede Menge Hirschgetier und so Büffel und sowas. Die sind ja eher unspektakulär, weil sie den ganzen Tag nur rumstehen und kauen. Elefanten gibt es gar keine, schade. Auch unsere Verwandten, die Affen, kommen etwas zu kurz.

Zwei Delphine unter WasserAllerdings machen die Delphine alles wieder wett. Davon haben sie eine ganze Menge und die kann man richtig gut beobachten. Das Delphinbecken hat ein großes Panoramafenster, wo man die Viecher schwimmen sieht. Alle paar Stunden ist dann Fütterung mit Show. Da hüpfen die dann rum (für Fische) und spielen mit Bällen (für Fische) und winken mit den Flossen (für Fische) und zeigen ihre Zähne (für Fische). Also so richtig toll. Die Seehunde übrigens auch, aber die haben gegen die Delphine natürlich schon ein bisschen verloren.

Delphine springen vor viel Publikum aus dem WasserSehr schön ist im Nürnberger Tierpark auch, dass man oft ziemlich nah an die Tiere ran kommt. Zum Beispiel gibt es da so Mini-Affen, die auf einer Brücke direkt über die Besucher drüber laufen können. Oder die Pinguine haben ihre steinerne Lieblingseisscholle ganz nah am Zaun. Nur der Braunbär war irgendwie sehr traurig, weil er so alleine war. Der Brillenbär war nicht zuhause; wir vermuten, dass das eigentlich auch nur der Braunbär ist, der ab und zu das Gehege wechselt und sich dann eine Brille aufsetzt. Der Eisbär war irgendwie von der Wärme ganz gaga und lief immer nur auf ein paar Metern auf und ab.

Ein Tiger schwimmt im Wasser, das komplett mit Entengrütze bedeckt istEine der Hauptattraktionen ist der Tiger. Der tigert den ganzen Tag in seinem Dschungel auf und ab, wie Tiger das nun mal so machen. Noch toller ist aber, dass er ab und zu mal die Besucher anknurrt und faucht und zum Sprung ansetzt, als würde er gleich ein besonders fettes Exemplar schnappen wollen. Leider ist da aber der breite Wassergraben im Weg, und so gab es keine Show mit dem Tiger. Dafür gab er sich aber nicht so wasserscheu, wie man es Katzen sonst zuschreibt, und ging dann öfter mal in der Grütze baden. Toll!

Etwas enttäuscht waren wir, dass es zwar dschungelmäßige Grünanlagen gibt, aber darin kein Tyrannosaurus Rex herum läuft. Auch Einhörner haben wir nicht gesehen. Da könnte man echt noch was verbessern!

Der Turm von Isengard aus LegoNach dem Besuch im Tierpark haben wir uns noch die Innenstadt angesehen. Wer mal einkaufen will, ist in Nürnberg mit Sicherheit gut aufgehoben. Sowohl die Altstadt mit dem Marktplatz als auch die „Neustadt“ bieten an Geschäften alles, was man sich nur wünschen kann. Auch einen Lego-Laden. Was die da alles haben! Wahnsinn! Auch zu essen gibt es reichlich. Man sollte nur nicht versuchen, vor 17 Uhr einen Italiener zu finden. Die wollen vorher nichts verdienen. So hat dann der Burger-Schuppen Hans im Glück ein Geschäft gemacht. Auch sehr zu empfehlen.

Besuch in der Hauptstadt

BerlinIch hatte diese Woche die Gelegenheit, unserer Hauptstadt einen kurzen Besuch abzustatten. Der Anlass war eigentlich ein geschäftlicher – ich durfte mich  drei Tage lang bei der Webinale schlau reden lassen. Demnach blieb auch nicht besonders viel Zeit für die Stadt übrig, weil das in etwa so verlief: hin fliegen, zuhören, schlafen, zuhören, schlafen, zuhören, zurück fliegen. Zwischen Zuhören und Schlafen blieben jeweils ein paar Stunden für andere Dinge. Allerdings war dafür die Motivation auch nicht besonders groß, da man ja den ganzen Tag schon schläfrig geredet wurde. Nicht dass es langweilig gewesen wäre, aber wenn man neun Stunden mit Herumsitzen und Zuhören verbringt und die einzige Abwechslung darin besteht, das Buffet zu plündern, kann man am Abend nicht mehr mit besonders viel Entdeckergeist aufwarten.

Jedenfalls war ich zuletzt an meinem 7. Geburtstag in Berlin, vor ziemlich genau 24 Jahren. Demnach hätte ich erwartet, dass mir jetzt alles viel kleiner vorkommt. Aber irgendwie war alles unerwartet groß. Die Fahrt mit der Bahn vom Flughafen Schönefeld zur Friedrichstraße dauerte knapp eine halbe Stunde – alles innerhalb einer Stadt, was bei uns schon mal gut vier Städte wären. Besonders witzig finde ich die Jingles vor den Ansagen im Zug.

BerlinDen Weg vom Veranstaltungsort zum Hotel, knapp 2 Kilometer die Friedrichstraße hinauf, beschritt ich in blinder Sensationslust zu Fuß. Da waren so viele Leute unterwegs! Und auf der anderen Straßenseite nochmal so viele. Und so viele kaputte oder kaputt aussehende Menschen sind da. Die Berliner Jugend färbt sich die Haare in alle Himmelsrichtungen und läuft mit kaputten Sachen rum, als hätte es die irgendwo im Angebot gegeben. Dabei sehen sie doppelt so gefährlich aus wie bei uns, sind aber gefühlt nur halb so gefährlich, wie die, die bei uns gefährlich sind, aber nur halb so gefährlich aussehen. Klar, oder? Jedenfalls hatte ich trotz Großstadt, düsterer Gesellen und dunkler U-Bahn-Tunnel nicht das Bedürfnis, weglaufen zu müssen. In Berlin liegt die Messlatte offenbar höher. In Kreuzberg war ich allerdings nicht. Muss ich auch nicht gewesen sein.

Am zweiten Tag habe ich mich dann auch getraut, mit der U-Bahn zu fahren. Getraut nicht wegen besagten dunklen Gestalten, sondern wegen der Gefahr, mich im U-Bahn-Netz zu verfangen und nicht mehr hinaus zu finden. Wer weiß, wo man da landen könnte! Pläne für die öffentlichen Verkehrsmittel findet man ja an verschiedensten Stellen: im Internet, als App für’s Telefon, an den Bahnhöfen. Aber überall sieht der Plan anders aus, hat andere Strecken, Haltestellen und Linien. Das muss daran liegen, dass in so einer großen Stadt immer irgendwo gebaut wird und deshalb die U-Bahnen vorübergehend anders fahren müssen. Da können die natürlich nicht extra jedes Mal neue Streckennetze ausdrucken und überall hin hängen. Also fahren die Bahnen einfach irgendwie und man steigt irgendwo ein und kommt irgendwo raus.

BerlinDie Fahrkartenautomaten kennen auch gar nicht die Friedrichstraße – alles mögliche gibt es in Berliner Automaten vom Friedrich, aber nicht die Straße dazu. Wahrscheinlich, weil man dann sowieso nicht wüsste, zu welcher Haltestelle man will. Mit U-Bahnen ist es nämlich nicht getan. Tatsächlich gibt es in Berlin mindestens 5 Arten von öffentlichen Verkehrsmitteln: normale DB-Züge, S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse. Während die U-Bahnen sinnvollerweise ein U in der Linie haben, steht das S sowohl für die S-Bahnen als auch für die Straßenbahnen. Meistens. Manchmal heißen die dann auch M. Oder immer, das weiß man nicht so genau. Ganz toll wird es dann, wenn S-Bahnen in U-Bahnhöfen halten und U-Bahnen ans Tageslicht kommen. Jedenfalls wüsste bei diesem Chaos auch keiner mehr was er für seine Fahrt bezahlen muss. Deshalb kauft man sich einfach Fahrkarten für Berlin AB oder wenn man mal weiter raus muss für ABC. Kurz und knackig.

Für eine größere Stadtbesichtigung hat es also nicht mehr gereicht, weil ich zu sehr damit beschäftigt war, U- und S-Bahn-Linien zu entwirren. Also habe ich mich damit begnügt, kurz unter dem Wahrzeichen der Stadt durchzulaufen und mal über den Alexanderplatz zu stiefeln. Maßlose Enttäuschung! Also der Fernsehturm ist okay; irgendwie ist der auch als einziges noch genauso erhalten, wie in meiner Erinnerung. Nur war da damals noch kein Starbucks drunter. Schätze ich mal.

BerlinAber der Alexanderplatz ist schon ein wenig armselig. Ich meine… hallo? Der Alexanderplatz! Wo sich ganz Berlin trifft! Das ist doch jetzt nicht wahr, dass das nur so eine Betonwüste mit hässlichen Gebäuden außen herum ist. Zwei Eingänge in die U-Bahn und ein Brunnen – und das einzige interessante, die olle Weltzeituhr, steht desinteressiert in der letzten Ecke und lässt begeisterte Touristen fast rückwärts in die Straßenbahn stolpern. Also ich weiß nicht, da müsste man nochmal ein bisschen was abreißen und neu bauen.

Na jedenfalls bin ich dann noch die Karl-Marx-Allee entlang gestiefelt, um zum Veranstaltungsort der Webinale-Party zu gelangen, dem Café Moskau. Da hat doch der Kommunismus mal richtig zugeschlagen! Schon komisch, in anderen ostdeutschen Gegenden wurden Straßen und sogar ganze Städte umbenannt, um dieses Image loszuwerden, aber in Berlin greift man weiter in die Vollen. Nicht, dass mich das interessieren würde, aber ein wenig konsequenter könnte man da schon sein.

Jedenfalls hab ich jetzt den ganzen unwichtigen Kram schon gesehen und kann mich beim nächsten Mal auf die schönen Dinge konzentrieren. Vielleicht ist bis dahin ja auch das Berliner Stadtschloss wieder aufgebaut (und noch nicht wieder zurückgebaut).

Tauwetter in Rechberghausen

Wir haben ein neues Spielzeug und das musste letzten Sonntag gleich mal ausprobiert werden.  Die Canon EOS 600D macht sich bis jetzt echt gut, besonders was die Videos in voller HD-Auflösung angeht.  Das Ergebnis ist dank falscher Einstellung teilweise etwas zu hell geraten, kann sich aber trotzdem schon sehen lassen:

Wir hatten diese kleine technische Verbesserung schon länger geplant. Unsere beiden Pentax-Kompaktkameras (oder wie man das nennt) sind ja schon etwas in die Jahre gekommen. Die eine hatte vier Ersatzakkus, von denen keiner mehr länger als 10 Minuten durchhielt. Na gut, die Kamera ist auch von 2001, da gab es noch nicht so viele Akkus ohne Memory-Effekt. Die andere lief mit normalen Batterien und hat selbige so schnell leer gesaugt wie ein Sunkist bei 35 Grad.

Jedenfalls wird es dann hier jetzt immer mal ein Video geben und natürlich auch frische Fotos. Dieses hier wurde bei massivem Tauwetter in und um Rechberghausen aufgenommen, überwiegend im Gartenschau-Gelände.