Urlaub am Bodensee

Wir waren mal eben eine Woche im Urlaub. So ein Monat Elternzeit bietet sich dafür ja an. Für diesen ersten Familienurlaub musste der Bodensee herhalten — der ist nicht so weit weg, aber es gibt trotzdem genug zu sehen. Vor allem natürlich auch für Hanna.

Da gab es: Wasser (das Meer), Enten, Schwäne, Autos, Wiese, Ball, Leute, Bagger, Rehe, Spielzeug, Schweizer, Kinder, Boote, Berge, Apfelbäume. Aber mal eins nach dem anderen.

Samstag

Die Ferienwohnung in BodmanWir haben den Mittagsschlaf für die Fahrt zum Bodensee genutzt. Das ging eigentlich ganz gut, bis auf die letzte halbe Stunde. Hanna ist zum ersten Mal in ihrem neuen Sitz vorwärts gefahren, was scheinbar gegen die bösen Spuck-Attacken geholfen hat. In der Ferienwohnung angekommen wurde alles ausgepackt, eingeräumt, untersucht und erkundet. In Ludwigshafen haben wir noch ein paar Sachen eingekauft. Viel mehr hat das regnerische Wetter an diesem Tag nicht mehr zugelassen.

Sonntag

Zuerst musste die Umgebung erkundet werden. Bodman ist jetzt nicht gerade eine Weltstadt, aber dafür ruhig und total wie Urlaub. Der Park am Bodensee-Ufer ist bestens zum Herumlungern geeignet.

Eigentlich wollten wir zeitig Mittag essen. Aber weil alle Restaurants erst um 12 Uhr öffnen, wurde das etwas chaotisch — inklusive müdem Kind und Mittagsschlaf im Kinderwagen. Der dauerte dann allerdings doch so lange, dass es noch für ein Eis + Latte im Café gereicht hat.

Montag

Bevor das angekündigte Bombenwetter kommen sollte, wollten wir noch den Pflichtteil abarbeiten: Einkaufen und Stadtbesichtigung in Konstanz. Unser Plan — einkaufen am Vormittag, Mittagessen, Stadt- und Hafenbesichtigung während dem Mittagsschlaf — ging sehr gut auf.

Die Stadt war wie immer mit Schweizern überbevölkert, die überall lange Schlangen an den Kassen verursacht haben. Überhaupt war ganz schön viel los, dafür dass die Osterferien gerade vorbei waren.

Dienstag

Rehe ärgernIn der Nähe von Bodman gibt es einen Wildtierpark, den wir bei Spitzenwetter besucht haben. Dort gab es Rehe, Hirsche, Wildschweine, Bären (weniger) und anderes Wildgetier zu sehen. Außderdem fährt eine Eisenbahn durch einen Teil vom Park, die ziemlichen Krach macht, aber cool aussieht. Am Ende gibt es noch einen riesigen Abenteuerspielplatz und Erlebnispark, der für uns aber wohl frühestens in einem Jahr interessant wird.

Mittwoch

Blumen auf der Insel MainauDa wir schon mal in der Ecke waren, musste die Insel Mainau besichtigt werden. Wir waren früh da, weil wir (wie auch den Rest der Woche) nicht wussten, wie wir unseren Wecker auf später als 6:15 Uhr stellen konnten. Irgendwie quakte der trotzdem immer schon so früh.

Na jedenfalls waren wir mit unter den ersten dort, und das war gut so. So konnten wir alles in Ruhe ansehen, vor allem die Tulpen und die Eisenbahn. Gegen Mittag füllte es sich dann (natürlich vorwiegend mit Schweizern), aber da hatten wir nur noch einen Mittagsschlaf zu machen. Sehr schön war auch das Schmetterlingshaus, wo mal richtig große Exempare herum flatterten.

Donnerstag

Da wir in den vergangenen drei Tagen voller Action gemerkt hatten, dass Hanna von den ganzen neuen Eindrücken ziemlich wuschig wurde, wollten wir es an den letzten zwei Tagen eher ruhig angehen. Am Donnerstag blieb daher das Auto geparkt.

Am Vormittag unternahmen wir einen kurzen Spaziergang zum nahe gelegenen Wasserreservoir. Nach Mittagessen und Mittagsschlaf in der Ferienwohnung machten wir nochmal Bodman unsicher. Eis + Latte im Café waren immer noch so gut wie am Sonntag. Diesmal hatten wir außerdem die Decke dabei, um auf der Wiese im Park herumlungern zu können. Das Wetter war schon deutlich wolkiger, wurde aber am späten Nachmittag doch noch ziemlich schön.

Freitag

Da der ruhige Donnerstag Hanna offenbar sehr gut getan hatte, ließen wir es am Freitag ebenso angehen. Uns blieb auch nicht viel mehr übrig, weil der Regen zurück war und ein Ausflug daher nicht besonders erstrebenswert schien.

Nach einem kurzen Einkauf in der Obstkiste und in Ludwigshafen gab es wieder Mittagessen und Mittagsschlaf in der Ferienwohnung. Danach ließen wir den Nachmittag ruhig ausklingen und packten schon mal so langsam unsere sieben oder acht Sachen.

Samstag

Um 9 Uhr ging es zurück nach Hause. Bei einem kleinen Abstecher in Weilheim gab es Mittagessen bei Oma und Opa. Zuhause angekommen war erstmal wieder alles ganz neu. An Mittagsschlaf war nicht zu denken, der wurde auf später verschoben. Erst musste alles wieder angeschaut werden. Und das Windrad war wieder da — endlich!


Na jedenfalls war das ein schöner und größtenteils ruhiger erster gemeinsamer Familienurlaub. Hanna hat wahrscheinlich jetzt noch den Kopf voll von den ganzen neuen Sachen. Jedenfalls kommt uns das nachts so vor. Zuhause schläft sie ab jetzt in ihrem eigenen Zimmer — wir haben die Umgewöhnung an die fremde Umgebung gleich als Anlass genommen. Mal sehen, wie das so klappt.

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