Nürnberg und Tiere

Affen auf einer SeilbrückeWeil wir schon mal in der Nähe waren, mussten wir unbedingt einen Ausflug nach Nürnberg machen. Kultur und alte Gemäuer liegen uns ja nicht so; deshalb haben wir uns für einen Besuch im Tierpark entschieden. Für die Anfahrt nahmen wir Zug und Straßenbahn, weil die da in Bayern so ein furchtbar praktisches Gruppenticket haben, was das ganze ziemlich günstig macht. Außerdem haben wir durch die Straßenbahn-Stadtrundfahrt so auch gleich unsere Schuldigkeit in Sachen Kultur getan.

Seitliche Nahaufnahme eines PinguinsDer Tierpark ist sehr schön, aufgeräumt und übersichtlich, aber trotzdem groß. Dank der Ferien war natürlich viel los, aber das verlief sich. Die Auswahl an Tieren ist eine etwas andere als in der Stuttgarter Wilhelma, unserem Referenz-Tierpark. Es gibt jede Menge Hirschgetier und so Büffel und sowas. Die sind ja eher unspektakulär, weil sie den ganzen Tag nur rumstehen und kauen. Elefanten gibt es gar keine, schade. Auch unsere Verwandten, die Affen, kommen etwas zu kurz.

Zwei Delphine unter WasserAllerdings machen die Delphine alles wieder wett. Davon haben sie eine ganze Menge und die kann man richtig gut beobachten. Das Delphinbecken hat ein großes Panoramafenster, wo man die Viecher schwimmen sieht. Alle paar Stunden ist dann Fütterung mit Show. Da hüpfen die dann rum (für Fische) und spielen mit Bällen (für Fische) und winken mit den Flossen (für Fische) und zeigen ihre Zähne (für Fische). Also so richtig toll. Die Seehunde übrigens auch, aber die haben gegen die Delphine natürlich schon ein bisschen verloren.

Delphine springen vor viel Publikum aus dem WasserSehr schön ist im Nürnberger Tierpark auch, dass man oft ziemlich nah an die Tiere ran kommt. Zum Beispiel gibt es da so Mini-Affen, die auf einer Brücke direkt über die Besucher drüber laufen können. Oder die Pinguine haben ihre steinerne Lieblingseisscholle ganz nah am Zaun. Nur der Braunbär war irgendwie sehr traurig, weil er so alleine war. Der Brillenbär war nicht zuhause; wir vermuten, dass das eigentlich auch nur der Braunbär ist, der ab und zu das Gehege wechselt und sich dann eine Brille aufsetzt. Der Eisbär war irgendwie von der Wärme ganz gaga und lief immer nur auf ein paar Metern auf und ab.

Ein Tiger schwimmt im Wasser, das komplett mit Entengrütze bedeckt istEine der Hauptattraktionen ist der Tiger. Der tigert den ganzen Tag in seinem Dschungel auf und ab, wie Tiger das nun mal so machen. Noch toller ist aber, dass er ab und zu mal die Besucher anknurrt und faucht und zum Sprung ansetzt, als würde er gleich ein besonders fettes Exemplar schnappen wollen. Leider ist da aber der breite Wassergraben im Weg, und so gab es keine Show mit dem Tiger. Dafür gab er sich aber nicht so wasserscheu, wie man es Katzen sonst zuschreibt, und ging dann öfter mal in der Grütze baden. Toll!

Etwas enttäuscht waren wir, dass es zwar dschungelmäßige Grünanlagen gibt, aber darin kein Tyrannosaurus Rex herum läuft. Auch Einhörner haben wir nicht gesehen. Da könnte man echt noch was verbessern!

Der Turm von Isengard aus LegoNach dem Besuch im Tierpark haben wir uns noch die Innenstadt angesehen. Wer mal einkaufen will, ist in Nürnberg mit Sicherheit gut aufgehoben. Sowohl die Altstadt mit dem Marktplatz als auch die „Neustadt“ bieten an Geschäften alles, was man sich nur wünschen kann. Auch einen Lego-Laden. Was die da alles haben! Wahnsinn! Auch zu essen gibt es reichlich. Man sollte nur nicht versuchen, vor 17 Uhr einen Italiener zu finden. Die wollen vorher nichts verdienen. So hat dann der Burger-Schuppen Hans im Glück ein Geschäft gemacht. Auch sehr zu empfehlen.

1 thought on “Nürnberg und Tiere

  1. Danke für diese netten Umschreibungen Eurer Urlaubserlebnisse. Habt uns die Lust entlockt, Nürnberg zu besuchen. Waren da noch nie!
    Grüße vom Nordberg O.u.O.

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