Am See

Badestrand am Großen BrombachseeWir waren mal wieder ein wenig unterwegs, diesmal im Fränkischen Seenland, genauer gesagt am Brombachsee. Dort gibt es ja hauptsächlich Bäume und Touristen. Und Wasser natürlich, weshalb es sich bestens zum Urlaub machen eignet. Auch wenn wir jetzt nicht unbedingt weiter als bis zu den Knöcheln in so einen See rein gehen. Da schwimmt schließlich jede Menge Zeug drin rum. Anders als im Freibad, wo alles gleich vom Chlor weggefressen wird.

Aber Baden war jetzt auch nicht unser oberstes Ziel, sondern einfach mal ein paar Tage raus zu kommen und abzuschalten. Irgendwie sind wir dann in den ersten Tagen doch mehr herumgestiefelt, als wir es vor hatten. Der Weg vom Hotel zum See wird zum Beispiel überall mit 10 Minuten angegeben, aber wir haben gut eine halbe Stunde gebraucht – und wir laufen jetzt nicht gerade langsam. Nadelwald mit wilden Heidelbeeren am BrombachseeSolche leicht zweifelhaften Zeitangaben haben wir ja schon reichlich in Bayern kennen gelernt. Also entweder laufen die Bayern alle viel schneller als der Rest der Welt, oder die messen die Zeit einfach mit dem Moped aus und kommen gar nicht auf die Idee, dass das nicht zweckmäßig ist.

Na jedenfalls hatten wir noch genug Zeit, am See herum zu liegen und in das reichhaltige Wolkenangebot zu gucken. Das war schon ziemlich seltsam. Morgens strahlender Sonnenschein, aber sobald wir uns am See niedergelassen hatten, kamen die Wolken. Wenn es zu frisch wurde, sahen wir uns nach alternativen Ausflugszielen um, und sobald wir dorthin auf dem Weg waren, kam die Sonne wieder raus. Also mussten wir das Wetter überlisten und so tun, als würden wir gleich voll das Kulturprogramm fahren – und dann einfach inmitten alter Rathäuser und sowas abschalten und faul in ein Café oder einen Biergarten sitzen. Hat funktioniert.

Vier Störche auf dem Kirchendach in Gunzenhausen

Nachdem unser Hotel in Pleinfeld lag, wo es außer einer unspektakulären aber lauten Fußgängerzone nicht viel gibt, hat es uns zum Beispiel nach Gunzenhausen verschlagen. Die Fußgängerzone dort ist zwar genauso befahren, aber es gibt deutlich mehr Eis. Mit Pfefferminz-Geschmack! Und Störche haben die da auf den Dächern, was ja jetzt doch schon ziemlich selten ist. Das Nest haben wir nicht gesehen, aber auf der Website von Gunzenhausen steht eine Webcam. Wir haben so fünf bis sechs Störche gezählt, die meisten auf dem Dach der Kirche. Ansonsten ist es da auch sehr schön, auch zum Einkaufen und so.

Eingang des Landhotels SonnenhofUnser Hotel war das Landhotel Sonnenhof in Pleinfeld. Gleich nebenan gibt es einen Campingplatz, der sehr schön ist, wenn man Camping mag. Das Hotel ist sehr ordentlich und sauber und die Menschenmengen in der Urlaubszeit verlaufen sich gut. Es hat einen sehr schönen Garten, wo man abends noch in Ruhe rumsitzen kann. Außerdem gibt es einen Biergarten, der aber nur bis 18 Uhr geöffnet hat.

Die Verbindung zur Außenwelt wird durch das praktisch nicht nutzbare Mobilfunknetz völlig gestört, was ja im Sinne von Urlaub ist. Dummerweise taugt auch das kostenlose WLAN vom Hotel nicht allzu viel. Es gibt nur eine Ecke, wo man eine stabile und halbwegs schnelle Verbindung hat. Zum Glück ist das auch genau die Ecke, wo man abends in Ruhe sitzen kann. Also eigentlich alles prima.

Demnächst berichten wir noch von unserem Ausflug in den Nürnberger Tierpark, wo es keine Dinosaurier gibt.

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