Licht im Dunkeln

Technik für die Lichtsteuerung
Technik für die Lichtsteuerung

Am Samstag war mein Haus- und Hof-Elektriker da und hat Licht ins Dunkel des Heimkinos gebracht. An dieser Stelle gleich nochmal vielen Dank für die Erleuchtung! Wie das immer so ist, verlief natürlich nicht alles problemlos. Aber wir haben immer eine Lösung gefunden.

Die Elektrik besteht aus zwei wesentlichen Komponenten:

  • die Beleuchtung
  • Strom für die Technik

Für die Beleuchtung kommen vier schon etwas in die Jahre gekommene Wandleuchten von Tchibo wieder zum Einsatz. Die sehen mit dem ganzen Edelstahl schick aus und passen bestens zu den Yamaha-Geräten. Die Leuchten hängen direkt über den Unterputz-Dosen, die ich vor einer gefühlten Ewigkeit in die Wand eingegipst habe. Die Stromversorgung ist damit praktisch unsichtbar.

Bei der Befestigung gab es auch schon das erste Problem: Ursprünglich waren wir davon ausgegangen, dass die Löcher zur Montage genau auf den Lochabstand der Dosen ausgelegt sind. Naja, hätte man ja mal prüfen können. Die Löcher waren zu nah beieinander. Zum Glück hatte Yvonne die zündende Idee, ein paar Teile des guten alten Metallbaukastens zu missbrauchen. Die Löcher der Teile haben nämlich zufällig genau den richtigen Abstand, sowohl für die Leuchten als auch für die Dosen. Also habe ich da ein wenig geschraubt und getüftelt, wie in alten Zeiten, und so ein paar Adapter-Metallplatten zusammen geschraubt. Hält bombenfest.

Beleuchtung und hintere Boxen
Beleuchtung und hintere Boxen

Selbstverständlich muss Kino-Beleuchtung gedimmt werden können. Einfach so Licht aus kann ja jeder. Im Gegensatz zu einem Bildschirm kann das Licht bei einer Leinwand auch nicht auf der niedrigsten Stufe an bleiben, sondern muss ganz ausgehen. Hier tut der Intertechno-Einbaudimmer einen guten Dienst. Neben dem gewöhnlichen Dimmen bis auf ca. 15% schaltet der auch „weich“ ein und aus, was das vollständige Abschalten nochmal etwas angenehmer macht. Gesteuert wird der Dimmer per Funk, einmal per Fernbedienung und alternativ per Funk-Lichtschalter von der Tür aus.

Die Stromversorgung für die ganze Technik wird über den normalen Lichtschalter an der Tür gesteuert. Damit lässt sich das gesamte Kino also beim Betreten einschalten. Vom Schalter aus wird der Strom auf 6 Steckdosen verteilt, wo er für Verstärker, Beamer und Subwoofer zur Verfügung steht. Dabei gab es zwei kleine Problemchen zu lösen:

  • Was passiert, wenn neugierige Besucher einfach mal auf den Lichtschalter drücken? Zack – Anlage aus.
  • Wie kann man sicherstellen, dass der Beamer nach dem Ausschalten noch genug Nachlaufzeit für den Lüfter hat? Einfach ausschalten kann die Lampe ziemlich schnell kaputt machen.
Schaltkasten für die Lichtsteuerung
Schaltkasten für die Lichtsteuerung

Aber ein guter Elektriker hat für sowas natürlich auch eine Idee: ein Nachlaufschalter, wie man ihn für die Lüftung in fensterlosen Bädern und Toiletten einsetzt. Einschalten geht sofort, aber nach dem Ausschalten bleibt der Strom einfach noch ein paar Minuten an. Somit ist sichergestellt, dass der Beamer noch genug Strom für seinen Lüfter hat. Und wenn jemand aus Versehen den Schalter betätigt, bleibt genug Zeit, ihn einfach wieder einzuschalten. Zumindest, wenn man es bemerkt.

Natürlich muss die ganze Technik irgendwo untergebracht werden. Dafür haben wir im Biber-Baumarkt unserer Wahl einen kleinen Mini-Schaltkasten gefunden. Da es im Kino genug Ecken zum Verstecken gibt, konnte der einfach bequem an die Wand. Alle Leitungen wurden ebenso unkompliziert in den üblichen Aufputz-Rohren verlegt, die wahrscheinlich jeder im Keller hat.

Kabelkanal in den Sockelleisten mit Boxenkabel, TV und Netzwerk
Kabelkanal in den Sockelleisten mit Boxenkabel, TV und Netzwerk

Damit haben sich die herumhängenden Kabel und Verteilersteckdosen also auch endlich erledigt. Nebenbei hatte ich Zeit, ein paar andere Kleinigkeiten zu erledigen:

  • Der Deckel für den Lüftungsauslass hat seinen Weg an die Decke gefunden. Weil der eigentlich weiß ist, habe ich ihn mit schwarzem Sprühlack überzogen – fällt gar nicht auf. Jetzt kann sich auch keiner mehr beschweren, dass es in Reihe 1 Platz 2 im Genick zieht.
  • Die letzten Flecken an der Decke sind ausgebessert. Damit dürfte das Kapitel Farbe auch endlich mal abgeschlossen sein.
  • Die Leitungen für Internet und TV sind verlegt – vom großen Schaltkasten im Technikraum durch diverse Kabelkanäle bis in die hinterste Ecke vom Kino. Dort enden sie in einer sündhaft teuren Jung-Aufputzdose, wo sie der Kabelmann demnächst nur noch verdrahten muss.

Am Sonntag haben wir noch die Kanaldeckel für den Boden zurechtgesägt. Die werden dann auch noch schwarz gemacht, weil es sie nur in weiß gibt, aber da war der Sprühlack unerwartet früh alle. Fertig machen konnten wir das sowieso nicht, weil vorher noch die Tür rein muss. Aber viel fehlt nicht mehr.

Ein Gedanke zu „Licht im Dunkeln

  1. Und dann heißt´s immer „Frauen und Technik“…..
    Merken: Frauen können auch zündende Ideen haben! 🙂 Manchmal, manchmal behalten wir sie aber auch für uns….

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