Der Letzte macht das Licht aus

Mittlerweile ist es ja offiziell, dass Huber Massiv Haus den Bach runter gegangen ist. Genau genommen ist das ja nicht erst seit September so, als sie Insolvenz angemeldet haben. In der Südwestpresse war am Mittwoch ein Artikel zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu lesen.

Wir haben die Kurve zwar gerade noch gekriegt, aber wir haben auch von einigen Baustellen gehört, die jetzt mitten im Rohbau herumstehen. Allen, die davon betroffen sind, wünschen wir viel Kraft beim Weiterbau mit einer anderen Firma.

Wir haben daraus gelernt, was man vor Abschluss eines Vertrags unbedingt machen sollte: sich in Baugebieten nach fast fertigen Häusern der Baufirma umsehen. Warum? Weil man dann versuchen kann, mit den Bauherren in Kontakt zu treten. Wenn irgend jemand sagen kann, wie es mit einer Firma läuft, dann ja wohl die Kunden.

15 Gedanken zu „Der Letzte macht das Licht aus

  1. Hallo Huber Massivhaus geschädigte! Haben auch mit Spannung die Berichte in diversen Zeitungen verfolgt, da auch wir noch offene Forderungen haben. Am besten finde ich allerdings den Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 13.01.2011, in der von Verbindlichkeiten von über 4 Mio.€ (in Worten vier Millionen Euro!!!!) gesprochen wird. Bin auf weitere Meldungen gespannt, da ist das letzte Wort ja wohl noch nicht gesprochen! Auch wir haben das Glück, daß unser Haus wenigstens bewohnbar ist, auch wenn wir demnächst mit massiven Sanierungsmassnahmen beginnen werden. Leider haben wir aber auch erfahren müssen, daß es wohl nicht bei allen Bauherren weiter gehen wird, da die Schäden zum Teil nicht reparabel bzw. bezahlbar sind. Ich kann nur hoffen, daß die Verantwortlichen hier ihre gerechte Strafe bekommen!

  2. Neuigkeiten: Die Gläubigerversammlung war bis auf den letzten Platz gefüllt, was Angesichts der Tatsache, daß wir hier von weit über einhundert Gläubigern sprechen, nicht sehr verwunderlich ist. Die bis jetzt errechneten Verbindlichkeiten steigen weiter und erreichen die Summe von 5.338.947,17 Euro!!!

    Ein kleines Beispiel noch am Rande, was die Planlosigkeit und Inkompetenz der Firma Huber Massiv Haus wiederspiegelt: Laut Insolvenzverwalter erhöhte sich ein Mitarbeiter, der mit der Lohnabrechnung beauftragt war, sein Gehalt selbst auf die wahnwitzige Summe von 8500,- Euro, ohne daß die Geschäftsleitung das mitbekommen hat!

  3. Hallo zusammen,
    der Huber war halt nicht der Büromensch……
    Ich hba da mal ne Frage, wir haben vor 15Jahren mit Huber gebaut (übrigens sehr zufrieden, ausser seinem lauten rumschreiben auf der Baustelle) . Jedoch hätte ich gerne jetzt nach der INsolvenz die Bau und Statikpläne unsres Hauses. Habt ihr evtl. einen Ansprechpartner?
    Gruß Andreas

  4. Naja, der Betonbunker ist ja zugeschlossen und gehört bis zum Verkauf praktisch den Gläubigern. Der Insolvenzverwalter (irgend ein Anwalt oder so, stand glaube ich in einem der verlinkten Zeitungsartikel hier) regelt alles, aber der wird wohl kein Interesse daran haben, einem Kunden einen Gefallen zu tun. Die Mitarbeiter werden sich vermutlich auch einen Dreck um den Laden und seine Kunden scheren. Also wie man unschwer erkennen kann, schätze ich die Chancen verdammt schlecht ein. Einen Anruf beim Insolvenzverwalter ist es aber bestimmt wert.

  5. Hallo Bert,
    bei dem habe ich schon angerufen, seine Sekretärin sagte mir der Fall wäre schon abgeschlossen… das kann ich mir so gar nicht vorstellen…. innerhalb eines halben Jahres…??

    Gruß Andreas

  6. Hallo Leute,
    ich möchte mich kurz einmischen. Objektbezogene Unterlagen und Daten müssen meines Wissens nach
    mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden. Wäre für HMH-Bauherren jüngeren Datums evtl. interessant.
    Ich denke aber, ohne juristische Hilfe kommt man da nicht ran.

    Gruß Adolf

  7. Hallo zusammen, hallo Andreas,

    versuche es doch mal bei Michael Müller, Ing. Büro für Statik in Rechberghauen, Ebene 4/2 .Vielleicht hat der damals die Statik für dein Haus erstellt. Herr Müller hat viel für die Firma Huber gearbeitet. Gruß vom Helfer

  8. Hallo zusammen!
    Der Betonbunker in Schlierbach ist zwar abgeschlossen, Fam. Huber bewohnt aber nach wie vor ihre 300m² (!!!) Wohnung im Obergeschoss. Unterlagen wird´s aber sicherlich keine mehr geben, schliesslich wurde seit über zwei Jahren keine Buchhaltung mehr erstellt, was das Insolvenzverfahren umso schwerer macht. Und daß es dann noch Unterlagen gibt die schon vor 15 Jahren erstellt wurden glaube ich kaum!

  9. Hallo zusammen,

    ich bin direkt von der Huber Insolvenz betroffen. Die Fa. Hat mit uns noch einen Vertrag gemacht und noch 6 Wochen vor Insolvenzeinleitung 2Raten abgerechnet. Das Geld ist jetzt futsch! Das Schlimmste ist aber, dass die Bauherren weder von Polizei noch Staatsanwalt, noch Insolvenzverwalter unterstützt wurden. Man hat uns fallen lassen, wie eine heisse Kartoffel. Vom Staatsanwalt, bzw. Polizei habe ich auch nach meiner gestellten Strafanzeige irgendetwas gehört. Wie immer – Beispiel Finanzmarktkrise, bleiben die, die die Rechnungen bezahlen auf der Strecke – egal ob man Bauherr oder Steuerzahler ist. Familie Huber sitzt in ihrem Betonbunker und können sich sicher fühlen, dass ihnen juristisch nichts mehr passiert.

    Grüße sindbad68

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