Malediven II

MaledivenVöllig erschöpft landeten wir um 8 Uhr 38 mit 3 Stunden Zeitverschiebung. Die anderen Passagiere hatten es wie immer sehr eilig, schnell zu ihrem Gepäck zu kommen. Als wir das Flugzeug verließen, merkten wir schnell, dass lange Hosen hier unangebracht waren. Warme, feuchte Luft erschwerten uns die ersten Atemzüge. Wir trotzten dem schwül-heißen Wetter und liefen mitten über die Rollbahn zum Terminal.

Dort angekommen reihten wir uns in eine der fünf langen Schlangen am Einreiseschalter zur Passkontrolle ein. Es dauerte lange, bis es vorwärts ging. Hier merkten wir schon, wie gemütlich und langsam die maledivischen Zeitgenossen sind. Als wir die Kontrolle endlich passiert hatten, fuhr unser Gepäck auf dem Förderband schon ungeduldig seine Kreise. Offenbar sind die Malediver auch sehr gründlich. Nur so konnten wir uns erklären, dass unser Gepäck auch bei der Einreise durchleuchtet wurde. Ohne Schwierigkeiten gelangten wir nun in die schwüle Hitze der Malediven.

Wir wurden von unserer Reiseleitung von Meiers Weltreisen empfangen und mussten uns an mehreren Schaltern melden, bis man uns zum Air-Taxi-Schalter schickte. Dort wurde unser Gepäck in Empfang genommen und verladen, ohne dass wir uns darum kümmern mussten. Wir selbst wurden mit unserem Handgepäck in einen klapprigen Bus verfrachtet, der uns um den Flughafen herum zu den Wasserflugzeugen brachte.

MaledivenZusammen mit ein paar andere Kuredu-Touristen wurden wir in die kühle Lounge gebracht. Zum Empfang bekam jeder Gast ein gekühltes Erfrischungstuch, eine Flasche Wasser und ein paar Ohrstöpsel für den Weiterflug. Wir durften so viel trinken, wie wir wollten und mussten uns nur aus dem Kühlschrank bedienen. Durch den Pfefferminzduft in der Luft hatten wir aber keinen großen Durst. Gleichzeitig wurden wir mit orientalischem Geplänkel müde gemacht. Um die Wartezeit zu verkürzen, wurde auf einem riesigen Bildschirm an der Wand Mr. Bean gezeigt. Das kam uns sehr gelegen, denn wir warteten letztendlich gut zwei Stunden. Interessant wurde es, als wir bei der Weihnachtsedition von Mr. Bean angekommen waren. Was will man mehr? Man sitzt in einer Wartehalle, knapp 36 °C Außentemperatur, Sonne und Palmen, drinnen kühle 23 °C, und sieht sich Weihnachtsgeschichten an.

Erleichtert und müde wurden wir um kurz nach 12 Uhr zum Air-Taxi gebracht. Von außen sah die Maschine deutlich besser aus als von innen. Besetzt mit 15 Personen und drei Besatzungsmitgliedern hoben wir Richtung Kuredu Island ab. Nach 45 Minuten Flugzeit über wunderschöne Atolle erreichten wir unsere Insel.

Während unser Gepäck ausgeladen wurde, führte man uns über den langen Steg auf die Insel. Ein Trommelmeister demonstrierte uns mit Wohlgefallen sein Können. In der Akiri-Bar wurden wir zum ersten Mal von unserer Reiseleitung vor Ort willkommen geheißen. Der Willkommens-Cocktail ging runter wie Öl. Hier lernten wir Dorit und Peter kennen, zwei Urlauber aus dem Schwabenland, die zuvor eine Woche auf Sri Lanka verbracht hatten.

MaledivenDa wir eine Beach-Villa gebucht hatten, wurden wir mit einem kleinen Bus ca. 700 Meter quer über die Insel zu unserer Rezeption kutschiert. Hier wurden wir nochmal herzlich mit einem Willkommens-Cocktail empfangen und bekamen sogar noch ein Mittagessen. Ausgehungert wie wir waren, begaben wir uns in den Speisesaal und stärkten uns erst einmal.

Nach dem Essen wurden wir von Marsh, einem sehr netten Malediver, zu unserer Beach-Villa mit der Nummer 327 gebracht. Er zeigte uns unsere ca. 50 m² große Residenz mit Open-Air-Bad (das ist wie ein Balkon mit Dach über den Sanitäranlagen). Wir staunten nicht schlecht über die wunderschöne Villa. Der indische Ozean direkt vor der Tür beeinflusste unser Auspacken, denn wir wollten gleich einmal das Wasser testen. Und so stürzten wir uns in das 27 °C warme Wasser.

Um 18 Uhr fanden wir uns dann zusammen mit vier weiteren Urlaubern, darunter Dorit und Peter, an der Hauptrezeption in der Mitte der Insel ein. Nathalie, die Reiseleiterin von Meiers Weltreisen, zeigte uns die wichtigsten Orte und gab uns ein paar Tipps und Informationen.

Kuredu ist 1,5 km lang, an der breitesten Stelle 325 m, an der engsten Stelle 268 m breit. Gegenüber der Hauptstadt Male ist Kuredu eine weitere Stunde der Zeit voraus, um den Urlaubern mehr Sonnenzeit am Abend zu geben. Normalerweise scheint die Sonne so nah am Äquator ungefähr von 6 bis 18 Uhr.

Malediven

Nachdem wir diese kleine Inseltour beendet hatten, tranken wir mit unseren neuen Bekannten noch etwas in der Bar, ehe jeder sich in sein zugewiesenes Restaurant zurückzog. Unterwegs sahen wir auch zum ersten Mal die hier einheimischen Flughunde, die wie riesige Fledermäuse an den Bäumen hingen.

Beim Essen lernten wir Naax, unseren Tischkellner, kennen. Naax ist ein netter junger Malediver. Wir hatten gehört, dass es keine schlechte Idee wäre, den Bediensteten schon vorab ein paar Dollar Trinkgeld zu geben, damit sie noch freundlicher und aufmerksamer werden. Also gaben wir Naax gleich am ersten Abend ein paar Dollar, was ihn offenbar unglaublich glücklich machte.

Bald übermannte uns die Müdigkeit und wir liefen die knapp 400 m zur Villa zurück und fielen müde und erschöpft in unser King-Size-Bett. Wir hatten ja noch einen kleinen Jetlag aufzuholen.

 

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