Hannas 38. Monat

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Hanna hat ihren ersten „großen“ Sturz mit dem Laufrad hinter sich gebracht. Am Sonntag auf dem Weg zum Rechberghausener Waldkindergarten — Hanna wollte mal wieder in einen Wald — hat sie auf dem Feldweg mal richtig Gas gegeben. Es geht dort leicht bergab und sie hat das echt gut gemacht. Aber irgendwann war es eben vorbei mit der Kontrolle über das Laufrad und den Trick mit der Wiese kannte sie noch nicht. Na jedenfalls lag sie dann da mit einem dicken Aua am Kinn, so richtig mit Blut, und ein Finger hat was abbekommen. Aber das dickste Aua war am linken Knie, so richtig mit blau und allem. War das eine Pflasterorgie am Abend! Im Wald waren wir trotzdem.

Aber sie macht das echt toll mit ihrem Laufrad. Auf gerader Strecke nimmt sie auch mal die Füße hoch und weiß auch ganz genau, wann die wieder runter müssen. Bremsen üben wir gerade viel. Das klappt schon ziemlich gut, aber es fehlt noch ein wenig die Kraft in den Händen. Nächstes Jahr soll es ein Fahrrad geben.

Nun ist es auch nur noch gut ein Monat, bis der Kindergarten los geht. Der Container-Kindergarten ist schon aufgebaut, damit der alte abgerissen und neu gebaut werden kann. Am 18. September gehen wir zum Aufnahmegespräch und sehen uns das mal alles an. Den alten Kindergarten konnten wir neulich beim Stadtfest ja nochmal begutachten. Die haben da auf jeden Fall eine Küche, also wird Hanna sich dort wohl fühlen.

Hannas 37. Monat

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Im ersten Monat nach ihrem dritten Geburtstag hat Hanna schon wieder große Fortschritte gemacht. Zumindest kommt es uns so vor. Es ist schwer zu beschreiben, was genau anders ist. Sie benimmt sich eben oft „größer“. Vielleicht ist es ein stärkeres Interesse daran, Dinge zu tun, die die Großen so tun.

Sie ist zum Beispiel sehr ehrgeizig geworden, wenn es darum geht, sich die Schuhe anzuziehen. Das gilt auch für andere Kleidungsstücke. Beim Spielen zeigt sie noch viel mehr Fantasie und spielt jetzt auch mal mit anderen Kindern richtig zusammen. Manchmal sagt Hanna Sachen, bei denen man sich fragt, woher sie das jetzt kennt. Sie scheint auch viele Zusammenhänge besser zu erfassen. Das zeigt sich unter anderem in sehr zielgerichteten Fragen, die sie zu etwas stellt.

Oft genug kommt aber auch noch das bockige Kind durch, wenn mal was nicht nach ihren Vorstellungen läuft oder wenn Hanna einfach nur müde ist. Das ist ja aber nicht weiter ungewöhnlich.

Eine besonders lustige Anekdote gibt es von diesem Monat: Hanna erwähnt fast jeden Abend, dass sie mal wieder „dunkel“ sehen will. Da fiel uns erstmal auf, dass sie tatsächlich seit Monaten nur noch Tageslicht gesehen haben muss. Verbunden damit war auch der Wunsch nach Blitzen und eingeschalteten Laternen. Das erste Mal seit langem hat sie „dunkel“ dann am Abreisetag in den Urlaub gesehen, um 4 Uhr morgens. Blitze gab es hingegen im Urlaub am Gardasee einmal in vollem Umfang.

Hannas 36. Monat

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Hanna feiert ihren 3. Geburtstag! Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Und was sie nicht alles dazu gelernt hat…

Der Schnuller ist längst vergessen. Sie zieht sich die Schuhe alleine an, jedenfalls die einfachen. Bei den Socken klappt es mit dem Ausziehen besser. Hosen gehen schon sehr gut, mit dem T-Shirt üben wir noch. In der Küche wird Kartoffelbrei gestampft und Teig geknetet. Essen mit Besteck geht sehr gut, wenn der Wille gerade mal da ist. Pipi auf dem Klo gehört zum Abendprogramm, die übrige Zeit ist es noch eine Sache der Motivation. Laufrad und Traktor fahren sich praktisch von selbst. Auf dem Trampolin ist Hanna Weltmeisterin in der Gnomenliga, die erste Medaille beim Turnfest hat sie in der Tasche. Gebadet wird im großen Stil, ebenso gerutscht, mit Mama auf der ganz großen Rutsche. Treppen rauf ist schon lange kein Thema mehr, Treppen runter geht alleine wenn man sich gerade traut. Das Eisenbahnlied und La-Le-Lu singt die beste Puppenmama der Welt richtig gut, bei anderen singt sie mit. Getanzt wird zum Biene-Maja-Lied. Und der Mittagsschlaf… ja, der heißt jetzt „nur ausruhen“, dauert höchstens 1¼ Stunde und wird nur noch gemacht, wenn man morgens sehr früh aufgestanden ist.

Hannas größtes Geburtstagsgeschenk ist ihr neues Bett — ein Haus-Bett aus Holz mit richtig viel Platz. Das steht schon seit drei Wochen, um die Eingewöhnung zu beschleunigen. Am ersten Abend gab es sehr dicke Tränen wegen dem alten Gitterbett. Darum haben wir uns in den ersten Tagen länger dazu gelegt, was ja jetzt auch endlich geht. Jetzt ist aber alles überwunden.

Und siehe da: seit das Bett kein Gitter mehr hat, kommt Hanna nachts plötzlich selbstständig zu uns ins Schlafzimmer gewatschelt — Kissen, Affe und Trinkflasche im Gepäck. Die Flasche stellt sie auf Mamas Nachttisch, klettert dann am Fußende hoch und krabbelt in die Mitte. Als hätte sie es schon immer so gemacht. Der plötzliche Mut, alleine im Dunklen aufzustehen, bringt aber auch einen Nachteil mit sich. Wenn sie abends eigentlich schlafen sollte, steht Hanna jetzt auch gerne mal auf und hängt plötzlich im Treppenhaus am Geländer. Aber das bügeln wir auch noch glatt.

Nun freuen wir uns auf das vierte Jahr mit vielen neuen verrückten Sachen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, kleine Schnuffelmaus!

Hannas 35. Monat

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Endlich hat der Frühling richtig Einzug gehalten und ist sogleich in den Sommer übergegangen. Für den 10. Mai wurde pünktlich perfektes Geburtstagswetter geliefert, was für diesen Tag ja eher eine Seltenheit ist. Bis zum 3. Juni hatten wir fast nur gutes Wetter. Hanna kam das natürlich sehr gelegen, um den Garten unsicher zu machen und neue Sprünge auf dem Trampolin zu üben. Pünktlich zum frisch eingesäten Rasen kam nun aber der Regen durch.

In den letzten beiden Wochen musste Hanna leider etwas zurück stecken, weil wir Abends jede Menge Arbeit im Garten hatten. Der umgepflügte Rasen musste aussortiert und die Erde glatt gerecht werden. Oben drauf kam eine Schicht neue Rasenerde. Das hat fast zwei Wochen lang jeden Abend ausgefüllt. Wir haben Hanna aber gleich mit eingespannt. Mit ihrem Traktor hat sie fleißig mit Erde von einer Ecke des Gartens in die andere transportiert. Jetzt ist aber genug mit der Arbeit und über das Pfingstwochenende hatten wir endlich wieder mehr Zeit für sie. Jetzt müssen wir Hanna nur noch gute 2 Wochen lang davon abhalten, über das frisch gesäte Gras zu laufen.

Inzwischen bemerkten wir wieder viele Veränderungen an Hanna, nicht zuletzt, dass sie jetzt fast grundsätzlich bockig wird, wenn sie Mittagsschlaf machen soll. Wir haben den Mittagsschlaf schon von 2 Stunden auf 1¼ Stunde reduziert, weil sie abends einfach ewig nicht mehr einschlafen wollte. Das hat geholfen, aber nun kommt eben auch die Trotzphase verstärkt durch.

Weiterhin spielt Hanna jetzt wieder etwas anders. Sie würfelt alle möglichen Spielsachen zusammen, die dann irgend eine andere Bedeutung bekommen. Mit dem versammelten Spielzeug wird dann Picknick mitten im Zimmer gemacht, oder wir müssen alle mit dem Bus irgendwo hin fahren. Das ist für uns jetzt zwar nicht so gut, weil Erwachsene ja mit dieser Art zu spielen meistens nicht so viel anfangen können. Aber es zeigt deutlich, dass Hanna eine lebhafte Fantasie entwickelt. Alles in Ordnung also — auch wenn wir uns manchmal die Zeit zurück wünschen, als sie von ihren Autos nicht genug bekommen konnte.

Hannas 34. Monat

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Der Schnuller ist Geschichte! Monate lange psychologische Vorarbeit und andauernde Gehirnwäsche haben sich nun ausgezahlt. Hanna schläft ohne Schnuller! Na gut, ganz so dramatisch war es dann doch nicht.

Also, wie lief das eigentlich ab: Nachdem wir schon immer wieder davon erzählt hatten, hat Hanna im März einen Brief an die Schnullerfee abgeschickt, in dem sie bekundete, ihren Schnuller abgeben zu wollen. Dafür wünschte sie sich ein Trampolin. Nach kurzer Zeit kam eine Antwort von der Schnullerfee. Mama und Papa sollten im Garten ein Loch graben, über das ein Trampolin passen würde. Wie praktisch, dass wir sowieso gerade einen Bagger da hatten.

Das Loch war fertig und bereit für die Schnullerfee, ihr Versprechen einzulösen. Als Hanna von Oma & Opa nach Hause kam, brauchte es keinerlei Überredungskunst. Bereitwillig warf sie ihre drei Schnuller in das Loch, um der Schnullerfee damit zu signalisieren: Ich bin bereit, kannst kommen. Am liebsten hätte sie ja darauf gewartet, aber die Schnullerfee ist ja ein wenig scheu und kommt nur nachts, wenn die Kinder schlafen.

Was problemlos angefangen hatte, wurde abends beim Duschen zum Drama. So dicke Tränen und herzerweichendes Jammern gab es wohl noch nie. „Hanna Schnuller unbedingt brauchen!“ Na gut, das hatten wir erwartet und mussten da durch. Nach mehrfachem Trösten klappte es mit dem Schlafen dann doch erstaunlich gut.

Am nächsten Morgen lief alles wie vorprogrammiert. Hanna raus aus den Federn, in ihr Zimmer, Rollladen hoch, rauf auf ihr Podest und aus dem Fenster gucken. „Trampelin!“ Wir konnten sie kaum bremsen, nicht schon im Schlafanzug hüpfen zu gehen.

Die nächsten Abende verliefen schon deutlich besser. Hanna fing zwar immer wieder davon an, dass sie ihren Schnuller unbedingt braucht, aber mit ein wenig Ablenkung und Trost war das leicht ausgestanden. Nach über zwei Wochen hat sie es auch aufgegeben, das Trampolin zurückgeben zu wollen, um ihren Schnuller wieder zu bekommen.