Hannas 34. Monat

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Der Schnuller ist Geschichte! Monate lange psychologische Vorarbeit und andauernde Gehirnwäsche haben sich nun ausgezahlt. Hanna schläft ohne Schnuller! Na gut, ganz so dramatisch war es dann doch nicht.

Also, wie lief das eigentlich ab: Nachdem wir schon immer wieder davon erzählt hatten, hat Hanna im März einen Brief an die Schnullerfee abgeschickt, in dem sie bekundete, ihren Schnuller abgeben zu wollen. Dafür wünschte sie sich ein Trampolin. Nach kurzer Zeit kam eine Antwort von der Schnullerfee. Mama und Papa sollten im Garten ein Loch graben, über das ein Trampolin passen würde. Wie praktisch, dass wir sowieso gerade einen Bagger da hatten.

Das Loch war fertig und bereit für die Schnullerfee, ihr Versprechen einzulösen. Als Hanna von Oma & Opa nach Hause kam, brauchte es keinerlei Überredungskunst. Bereitwillig warf sie ihre drei Schnuller in das Loch, um der Schnullerfee damit zu signalisieren: Ich bin bereit, kannst kommen. Am liebsten hätte sie ja darauf gewartet, aber die Schnullerfee ist ja ein wenig scheu und kommt nur nachts, wenn die Kinder schlafen.

Was problemlos angefangen hatte, wurde abends beim Duschen zum Drama. So dicke Tränen und herzerweichendes Jammern gab es wohl noch nie. „Hanna Schnuller unbedingt brauchen!“ Na gut, das hatten wir erwartet und mussten da durch. Nach mehrfachem Trösten klappte es mit dem Schlafen dann doch erstaunlich gut.

Am nächsten Morgen lief alles wie vorprogrammiert. Hanna raus aus den Federn, in ihr Zimmer, Rollladen hoch, rauf auf ihr Podest und aus dem Fenster gucken. „Trampelin!“ Wir konnten sie kaum bremsen, nicht schon im Schlafanzug hüpfen zu gehen.

Die nächsten Abende verliefen schon deutlich besser. Hanna fing zwar immer wieder davon an, dass sie ihren Schnuller unbedingt braucht, aber mit ein wenig Ablenkung und Trost war das leicht ausgestanden. Nach über zwei Wochen hat sie es auch aufgegeben, das Trampolin zurückgeben zu wollen, um ihren Schnuller wieder zu bekommen.

Alles muss fertig werden

Der Freitag diente zur Fertigstellung aller übrigen Arbeiten. Zuerst wurde die Terrasse gerüttelt und alle größeren Fugen mit Beton geschlossen. Beim Rütteln ging eine Platte kaputt und musste ausgetauscht werden. Zum Schluss konnten wir auch schon Sand in die Fugen kehren.

Dann kam der Weg neben dem Haus dran. Bisher hatten wir dort die Holz-„Zunge“, die für eine Unterbrechung im Weg sorgte und gleichzeitig den Deckel der Zisterne verdeckte. Die Konstruktion aus dem ersten Terrassenholz war ziemlich cool. Und mindestens genauso unpraktisch, wenn man mal in die Zisterne gucken wollte. Sie wegzunehmen war einfach, aber sie danach wieder passend hinzulegen, war ein Geduldsspiel.

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Ich bin so traurig! Habe meinen Schnuller in das große Loch im Garten geworfen, damit die Schnullerfee mir dafür ein Trampolin bringt. Aber jetzt habe ich gar keinen Schnuller mehr! Das ist so ungerecht!

Platten drauf: Schwerstarbeit

Am Donnerstag konnte es endlich losgehen, die Terrassenplatten zu verlegen. Zuerst mussten wir noch eine Anhänger Schotter abladen und verteilen, dann wurde kräftig gerüttelt.

Anschließend folgte der zweite Anhänger mit Moräne. Worauf dann die Platten gelegt wurden. Abgesehen davon, dass die 8 cm dicken Platten unendlich schwer waren, ging das dem Meister der Platten gut von der Hand. Bis zum Mittag war der Schotter glatt gezogen und die ersten Reihen lagen. Wir hatten nicht damit gerechnet, aber bis zum späten Nachmittag war die Terrasse fertig.

Probleme hatten wir eher damit, den restlichen Moräne-Split zu verbrauchen. Aber irgendwie ging es dann doch und eine übervolle Schubkarre wurde an die Nachbarn verschenkt.

Wir legten derweil die Trampolin-Grube mit Wurzelschutzvlies aus und beschwerten alles so gut wie möglich mit übrigen Steinen und Split. Das Trampolin sollte schließlich heute Nacht von der Schnullerfee gebracht werden.

Die übrige Zeit nutzen wir, um noch ein paar Büsche umzupflanzen und die Bank vorm Haus aufzubauen.

Randsteine und Untergrund

Der Mittwoch stand weiter im Zeichen der Vorbereitungen für die Terrasse. Zuerst ging es daran, die Randsteine zu setzen. Das war jetzt kein so großes Problem, sondern in erster Linie Maßarbeit. Da wir am Vortag aber noch gemerkt hatten, dass die Begrenzung um das Beet vor dem Wohnzimmerfenster von der Höhe her nicht mehr so richtig passte, mussten diese Steine auch noch neu gesetzt werden.

Dank einem Anhänger voll Fertigzement mit 8-Stunden-Verzögerer gingen die Arbeiten gut voran.

Weil ich nicht so wirklich helfen konnte (Diddi und Schwiegerpapa gingen in der Arbeit voll auf), fing ich derweil an das Beet an Nachbars Garage auszuheben. Die Blechkanten um die Bepflanzung herum war seither gut und schön, aber dazwischen ging das Gras in schmalen Ausschnitten bis zur Wand. Damit war es für den Rasenmäher unerreichbar und die ganze Ecke wurde wöchentlich zum Gärtner-Alptraum.

Als wir gegen Mittag merkten, dass irgendwie noch ziemlich viel Beton übrig war, widmete ich mich voll dem Beet und dem Graben außen herum, damit ich noch am selben Tag die Randsteine setzen konnte. Wie schon vor 7 Jahren an der Südseite des Gartens, gelang das ziemlich gut. Zuletzt wurde noch der zweite Anhänger voll Schotter auf der zukünftigen Terrasse verteilt.