Hannas 31. Monat

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Der Januar war mal wieder sehr schnell vorbei. Der Schnee blieb eine ganze Weile liegen und es war wochenlang knackig kalt. Mit der Zeit hat sie sich daran gewöhnt und konnte immer mehr damit anfangen. Schneemann, okay, das kannten wir schon. Aber auch eine Mauer und eine Rutschbahn kann man aus Schnee bauen. Und Bälle daraus machen und auf Mama und Papa werfen. Eigentlich ganz cool. Als der Schnee zum Ende des Monats langsam wieder weg ging und Hanna wieder Laufrad und Dreirad fahren konnte, war das aber auch nicht schlimm.

Hanna hat sich ihren (vielleicht) zukünftigen Kindergarten angesehen und fand ihn ganz toll. Die haben einen Ball — das war ganz wichtig. Außerdem gibt es eine Rutsche neben der Treppe, was will man mehr!? Genug Spielzeug ist jedenfalls da und man findet überall tolle Ecken zum Entdecken und Verstecken. Super! Im März wird von der Gemeinde entschieden, ob Hanna in den ev. Kindergarten gehen darf.

Ziemlich lange hat es gedauert, aber letztendlich hat sie uns dann doch erwischt: die gute alte Erkältung. Eine richtige Grippe war es nicht, was Ende Januar zuerst bei Hanna und dann bei uns zugeschlagen hat. Aber bei ihr kam dann gleich der nächste Backenzahn dazu, so dass wir gar nicht wussten, woher das Fieber nun wirklich kommt. So ging es dann jedem 3 Tage lang ziemlich dreckig. Die wegen Hannas Husten schlaflosen Nächte haben ihr übriges getan. Aber nun ist es überstanden und sie plappert wieder.

Es kommen immer mehr Sätze und Geschichten aus Hannas Mund und sie erstaunt alle mit ziemlich interessanten Aktionen. Bei Oma und Opa ist sie neulich vom Esstisch aufgestanden, zu ihrem Rucksack gelaufen, hat ihre Sonnenbrille geholt, sie aufgesetzt und sich dann wieder hingesetzt. Warum? Weil die Mandarine beim Schälen so spritzt!

Hannas 30. Monat

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Wie nicht anders zu erwarten war, ist der Dezember äußerst aufregend ausgefallen. Fast jedes Wochenende gab es Besuche, woanders oder zuhause. Die freie Zeit dazwischen haben wir für den Besuch von 5 Weihnachtsmärkten genutzt. Hanna ist mit 4 Karussells gefahren und einem Riesenrad. Und so viele Leute!

Dann kam endlich dieses Christkind und hat auch noch überall Geschenke abgegeben. Weihnachten wurde mit Hannas Cousinen bei uns gefeiert. Wie das so üblich ist waren sämtliche Geschenke innerhalb von 5 Minuten aufgerissen. Der heiß ersehnte Kaufmannsladen stand zuerst ganz unscheinbar in der Ecke, war dann aber auf einmal das wichtigste vom Abend. Als am nächsten Tag auch noch eine richtige Kasse dazu kam, war der Weihnachtssegen komplett. Ganz schön cool, dieses Christkind!

Silvester bei Oma und Opa ging dagegen relativ ruhig über die Bühne. Zwar wurde wie immer den ganzen Abend rumgeballert, aber Hanna konnte bis Mitternacht schlafen. Das Feuerwerk war dafür dann um so aufregender.

Schnee gab es in all der Zeit gar keinen. Der kam erst pünktlich mit dem Januar. So richtig konnte sich Hanna damit aber noch nicht anfreunden. Das mag auch daran liegen, dass Handschuhe einfach doof sind! Am besten lässt man sich da also auf dem Schlitten herum ziehen. Als wir aber das Rechberghausener Skigebiet aufgesucht haben, wollte Hanna nach anfänglicher Gleichgültigkeit plötzlich nur noch alleine den Berg runter fahren. Irgendwie schon cool, mit dem Schnee. Zumindest so lange, bis es einem zu kalt wird.

Hannas 29. Monat

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Der Herbst hat seine Arbeit verrichtet und mal eben die meisten Blätter von den Bäumen geworfen. Nach einem relativ milden November ist es jetzt richtig eisig geworden. Hanna hat nun auch nicht mehr wirklich viel Lust, draußen zu spielen. Von gelegentlichen Touren im Dreirad abgesehen ist jetzt auch der Kinderwagen wieder eine Option, weil man sich da unter einer Decke verziehen kann. Es ist aber von äußerster Wichtigkeit, dass man selbst ein- und aussteigen darf! Handschuhe sind zwar praktisch, aber irgendwie auch doof. Aber zum Glück hat man ja Taschen in der Jacke, die nicht nur schön warm halten, sondern auch machen, dass man beim Laufen total cool aussieht.

Was draußen trotz Kälte aber noch viel Spaß macht, ist der Ball. Hanna hat offenbar Mamas Ball-Gene geerbt und ballert drauf los was das Zeug hält. Werfen kann sie inzwischen ziemlich weit und irgendwie auch sehr gezielt. Fangen klappt auch, wenn man sich darauf konzentriert und der Ball halbwegs gut geflogen kommt. Am liebsten spielt Hanna jetzt aber Fußball. Kein Wunder, sie ist ja auch ein Weltmeisterkind. Aus dem Rennen heraus kickt sie den Ball mal eben über die Straße — und das sind nicht nur zufällige Treffer.

Inzwischen waren wir auch schon auf zwei Weihnachtsmärkten — natürlich in Rechberghausen und einmal in Aalen, als der Papa von der Arbeit abgeholt wurde. Wie das auf Weihnachtsmärkten so ist, gibt es dort ein Karussell. Auch daran hat Hanna ihren Spaß gefunden. Wir lassen sie natürlich erstmal nur in jenen Fahrzeugen mitreiten, wo sie halbwegs sicher sitzt. Meistens ist das ein Elefant, weil der dick genug ist, um einen richtigen Sitz auf dem Rücken zu tragen (bzw. im Rücken). Ansonsten ist natürlich die Kutsche immer ein brauchbarer Untersatz für Prinzessinnen.

Mit diesem Monat geben wir es nun endgültig auf, Hannas Vokabular zu protokollieren. Der Knoten ist endgültig geplatzt — sie plappert den ganzen Tag alles nach, was sie hört. Wie wir schon vermutet hatten, ist das meiste auch gleich ziemlich richtig ausgesprochen. Sie scheint sich also das Sprechen so lange aufgehoben zu haben, bis es dann gleich richtig klappt. Die Schlabbergosch steht jetzt nicht mehr still — außer natürlich, es ist jemand fremdes da: dann bekommt Hanna kein Wort mehr raus. Zählen geht inzwischen bis 11, aber die 4 bis 7 wird immer noch ausgelassen. Auch das wird dann wahrscheinlich ganz plötzlich kommen.

Heute Nacht war ein Mann draußen vor unserer Tür. Der hat Schokolade und Geschenke in meine Stiefel gestopft. Den Mann hab ich schon auf dem Weihnachtsmarkt gesehen. Ich finde den voll unheimlich. Jetzt stelle ich alle meine Schuhe jede Nacht raus.

Hannas 28. Monat

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Ohne besondere Vorkommnisse ist der Oktober vorbei gezogen. Hanna hat sich daran gewöhnt, wieder mehr drinnen zu spielen und ist fasziniert, wenn wir den Kachelofen anfeuern. Trotzdem hatte der Monat noch reichlich schöne Tage zu bieten und es gab genug Gelegenheiten, Traktor, Dreirad und Laufrad zu reiten. Inzwischen hat sich eine fast tägliche Runde um den Block eingestellt, die Hanna komplett selbst läuft oder fährt. Meistens ist dabei der Spielplatz mit inbegriffen.

Sehr gerne geht Hanna auch in den Wald. Wir haben da einen netten Geheimweg direkt am Spielplatz. Der Pfad muss für jemanden ihrer Größe unheimlich aufregend sein. Es geht auf und ab und alles ist voller Wurzeln. Das schönste Stück ist aber mitten im Wald, wo plötzlich alles voller Moos und Pilze ist.

Der Esel Johnny ist ziemlich abgeschrieben, weil der immer so doof schreit. Dafür stehen Pferde hoch im Kurs. Die essen jetzt die Äpfel, die Hanna vorher von der Wiese aufgelesen hat und mit dem Dreirad direkt zum Pferdezaun transportiert. Lieferservice sozusagen. Die Pferde essen die Äpfel normalerweise ganz anständig, aber ein Pferd hat gefressen wie ein Schwein.

Seit diesem Monat fällt es uns schwer, noch alle neuen Wörter zusammen zu bekommen. Hanna kommt fast täglich mit zwei bis drei neuen Wörtern um die Ecke. Sie plappert unheimlich viel spontan nach, wenn wir es sagen. Mit Lego baut sie gerne eine Mauer. Nach der Neun kommt die Zehn, auch wenn die Vier bis Sieben immer noch fehlen. Aus Hallo ist nun endlich Haus geworden, und darin gibt es das Bad. Mama sitzt beim Eisessen auf einer Bank und manchmal sehen wir einen Bus. Die Kuh wohnt im Stall und in der Stadt ist der Markt. Das erste Tier, das nicht nach seinem Laut benannt wird, ist die Maus, bald darauf folgte der Hund.

Seit diesem Monat ist Hanna nun auch mittwochs bei Oma und Opa, woran sie sich scheinbar schneller gewöhnt hat als wir. Das Kinderturnen ist nun fest jeden Dienstag in Albershausen. Dort gefällt es ihr noch besser als in Hohenstaufen. Man merkt ihre regelmäßigen Turnübungen sehr deutlich, vor allem auf dem Klettergerüst, wo sie jetzt schon alleine hoch kommt und über die Brücke zur Rutsche geht. Vom Turnen bringt sie auch alle möglichen Lieder mit nach Hause, die die Mama dann bei jeder Gelegenheit vorsingen muss.