Hannas 45. Monat

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Die typischen Winterkrankheiten hielten sich dieses Jahr wieder hartnäckig. Passend dazu hat Hanna einen ausgesprochen turbulenten und launenhaften Monat hinter sich. Von anhänglich über weinerlich bis hin zu bockig war alles vertreten. Aber sie wächst auch wieder und benimmt sich immer mehr wie eine Große. Da muss das eben auch mal sein.

Wie besessen spielt sie wieder mit ihren Autos. Auch Playmobil ist wieder höher im Kurs. Es wechselt sich eben alles ab. Daran ist natürlich auch der Osterhase mit schuld, der das lang ersehnte Freibad und den Spielplatz gebracht hat.

Das Wichtigste war aber wohl Hannas erstes Fahrrad! Das stand am Ostersonntag auch vor der Tür und musste gleich getestet werden. Aber natürlich war da zu viel los, um es in Ruhe ausprobieren zu können. Die ersten richtigen Versuche unternahm Hanna am darauf folgenden Dienstag. Es dauerte nicht lange, bis sie ohne Hilfe geradeaus fahren konnte. Auch die ersten Kurven ohne Unterstützung ließen nicht lange auf sich warten. Nur das Anfahren klappt natürlich noch nicht alleine. Aber nach gerade mal zwei Tagen mit dem Fahrrad kann sie weitestgehend alleine und ohne Stützräder ihre Runden drehen — wir behaupten mal, dass sich die Vorarbeit mit dem Laufrad schon jetzt ausgezahlt hat.

Diktieren statt Schreiben – Wir brauchen mehr Text!

Ich schreibe eigentlich gerne und viel. Hauptsächlich schreibe ich ja über Heimkinos, aber auch andere Themen brennen mir unter den Nägeln. Diese Seite hier fühlt sich manchmal etwas vernachlässigt weil mir einfach nicht genug Zeit bleibt alles zu schreiben was ich will.

Zwar schreibe ich einen Großteil meiner Artikel und Texte während meinen täglichen Zugfahrten zur Arbeit. Aber mit dem Smartphone tippt es sich sehr langsam. Daher probiere ich hier nun zum ersten Mal aus den Text per Headset zu diktieren um schneller vor an zu kommen. Eine Premiere also. Dieser Beitrag wird komplett von meiner Sprache in Text umgesetzt.

Ich habe mir dazu so ein kleines Gerät¹ zugelegt Komma das ich mir ins Ohr stecke. Was eigentlich zum Telefonieren gedacht ist nutze ich hauptsächlich als Mikrofon. Jetzt bleib halt mal irgendwie so stecken Mann. So sehe ich zwar aus wie ein Geschäftsmann ohne Anzug Komma aber das ist ja heute normal.

Was etwas ungewohnt ist Gedankenstrich weniger für mich Komma mehr für alle anderen Gedankenstrich ist die Tatsache dass ich hier in aller Öffentlichkeit gegen eine Wand rede. Zuerst wirkt das wohl als ob ich telefoniere Komma aber meine Mitreisenden merken sicher schnell Komma dass mit mir irgendwas nicht stimmt. Warum hält der Mist denn nicht? Ist mir aber egal Komma nur die Produktivität zählt.

Die Zugfahrt wird dadurch natürlich sehr abenteuerlich. Ist hier noch frei? Danke. Ich mag es ja selbst überhaupt nicht Komma wenn jemand die ganze Zeit lauthals telefoniert. Mal kurz ist ja in Ordnung aber ich rede ja hier die ganze Zeit. Natürlich versuche ich rücksichtsvoll zu sein. Aber mal ehrlich: Die anderen interessiert es auch nicht, ob sie mit ihrem Business-Kasper-Gehabe jemanden stören. Nächster Halt Mögglingen Ausstieg in Fahrtrichtung rechts. Ich sehe es gar nicht mehr ein Komma rücksichtsvoll zu sein!

Ein großer Vorteil beim Diktieren ist der dass ich nicht damit aufhören muss wenn die Zugfahrt zuende ist. Beim Schreiben verfällt man irgendwann in so eine Art Fluss. Das ist der Moment wo es richtig anfängt zu laufen und die Wörter nur so aus einem heraus fließen. Dieser Zustand stellt sehr verehrte Fahrgäste aufgrund einer Störung im Betriebsablauf verzögert sich die Weiterfahrt um wenige Minuten. Wir bitten dies zu entschuldigen. Na toll Drecksladen. Jeden Tag was anderes. Wo war ich jetzt gleich. Dieser Zustand stellt sich erst so nach ungefähr 20 bis 30 Minuten ein. Da muss ich dann aber normalerweise schon wieder aussteigen. Also komme ich sonst gar nicht erst in diesen Fluss oder zumindest nicht für längere Zeit. Das hemmt die Produktivität erheblich.

Inzwischen bin ich mit dem Zug in meinem Seilbahn Hof horch angekommen und auf dem Weg zum Auto. Dank Bluetooth bricht die Verbindung zwischen Smartphone und Headset nicht ab. Ich diktiere also fröhlich weiter Komma bleibe im Fluss und schaffe noch den einen oder anderen Satz Komma bis ich am Auto angekommen bin.

Auch beim Autofahren setze ich mein Diktat fort. Im Auto sitzt man ja normalerweise nur da und wartet bis man ankommt. Diesem Schicksal entkomme ich nun und nutze die Fahrtzeit für produktives Schreiben. Komm jetzt fahr du Depp.

Das mag jetzt natürlich erstmal riskant erscheinen oder sogar verboten. Bei genauerer Betrachtung ist aber nichts weiter dabei. Telefonieren mit Headset oder Freisprechanlage ist genauso erlaubt wie sich mit dem Beifahrer zu unterhalten. Also kann ich mich genau so gut per Headset mit meinem Diktiergerät unterhalten. Na komm grüner wird’s nicht! Wenn ein erhöhtes Maß an Konzentration nötig ist Komma kann ich ja sogar beliebig lange Pausen machen.

So kann ich nun also meinen gesamten Arbeitsweg sinnvoll nutzen um mehr zu schreiben. Ich sehe es schon kommen Doppelpunkt auch diese Seite wird sich bald kaum noch vor neuen Beiträgen retten können.

Ich bin gespannt Komma wie gut dieser Text geschrieben ist. Satz Zeichen sollen ja angeblich beim Diktieren kein Problem mehr sein. Da ich der modernen Technik voll vertraue Komma drücke ich daher direkt mal auf veröffentlichen.


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Hannas 44. Monat

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Februar, der Montag der Monate, ist zum Glück schnell vorbei gegangen. Hanna hatte viel Spaß beim Fasching. Wir… auch so. Sie war bei diversen Faschingsveranstaltungen, teilweise vom Kindergarten ausgerichtet. Einmal war sie als Katze verkleidet, dann als Einhorn und dann noch provisorisch als Prinzessin.

Das große Finale war der Faschingsumzug in Rechberghausen. Dort lief sie mit Mama und dem Kindergarten mit — verkleidet als die Maus Frederick. Das war zwar tierisch anstrengend wegen der langen Strecke, die sie laufen musste, aber auch furchtbar interessant. Was es da alles zu sehen gab! Damit es bei den Kindern keine spontanen Angst-Blockaden gibt, waren ein paar der Hexen eine Woche zuvor im Kindergarten und haben den Kindern gezeigt, dass da echte Leute unter den Masken sind. Das hat scheinbar ziemlich geholfen.

Aber wer uns kennt, weiß, dass wir froh sind, wenn jetzt wieder für ein Jahr Normalzustand herrscht. Damit es nicht langweilig wird, sind wir also direkt vom Fasching in die Grippe übergegangen. Erst hat es Hanna erwischt, dann die Mama — den Papa hat’s nur gestreift. Und obwohl es bei Hanna schnell vorbei ging, hat sie es nun Anfang März nochmal bekommen. Diesmal verstärkt mit Husten und einer chronischen Abneigung gegen Hustensaft.

Im Kindi klappt derweil alles sehr gut. Nur ist da gerade Ausnahmezustand wegen der vielen kranken Kinder und Erzieherinnen. Die Gruppen sind bunt gemischt und so lernt Hanna auch viele Kinder und Spielzeuge aus den anderen Ecken des Kindergartens kennen.

Hannas 43. Monat

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Mit dem neuen Jahr haben wir das Abendritual ein wenig verändert. Jetzt bringt nur noch einer von uns Hanna ins Bett. Der andere kommt dann dafür nochmal zur Ablösung, oder wie Hanna es sagt, als „Besuch“. Das haben wir auf den Verdacht hin eingeführt, dass es dann besser laufen würde. Als wir noch beide im Bad um Hanna rumgewuselt sind, wurde sie teilweise ziemlich unausstehlich. Das ist jetzt deutlich besser und es gibt nur noch wenige Tage, an denen sie einfach aufgrund der Müdigkeit nicht mehr mitmacht. Und ewig konnte es so ja auch nicht weiter gehen. Jedenfalls hat sie sich schnell an die Änderung gewöhnt und kommt damit besser klar.

Viel wichtiger ist aber, dass Hanna jetzt auch nachts windelfrei ist. Irgendwann wollte sie einfach keine mehr haben. Und da die Windel morgens meistens trocken war, schafften wir sie einfach ab. Bis auf ein oder zwei kleine Missgeschicke klappt das seither ganz gut.

Auch im Kindergarten ist Hanna weiter voll mit dabei. Sie genießt es, die größte zu sein und deshalb vieles als erste machen zu dürfen. Schwierige Abschiede gibt es nicht mehr. Auch mit den wechselnden Erzieherinnen, die sich wegen Krankheit und Aushilfe teilweise die Klinke in die Hand geben, kommt sie mittlerweile klar.

Derweil schreitet die Kindergarten-Baustelle voran und wir hoffen, dass der Umzugstermin im September gehalten wird. Schlecht ist es aber im Container-Kindi nicht. Einige Dinge sind da angeblich sogar besser als im alten Kindergarten.

Zuhause fährt Hanna gerade voll auf Bücher ab, die sie auf dem Sofa angucken will. Dabei sind Wimmelbücher ganz hoch im Kurs. Sie spielt außerdem gern mit Playmobil und löst Rätselblöcke. Ihre Lieblingsbeschäftigung, das Kneten, wurde kürzlich aber von Bastelbüchern überholt, bei denen sie immer etwas anmalen und fehlende Teile ausschneiden und aufkleben muss. Das sind gerade so die Sachen, mit denen sie sich auch mal länger beschäftigen kann.

Hannas 42. Monat

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Wir haben die Weihnachtszeit überstanden. Ab heute gehen wir wieder zur Normalität über. Hanna hat großen Spaß gehabt. Die Adventszeit war erwartungsgemäß voll mit Besuchen und Vorbereitungen. Das wichtigste war, jeden Tag den Adventskalender zu öffnen. Zuerst musste der von Hanna mit der Schere vom Treppengeländer abgeschnitten werden. Das genügt als Übung, wie man eine Schere trägt. Dann musste der vom Papa auch geleert werden. Ein wichtiges Ritual!

Weihnachten verlief ruhig und ohne Zwischenfälle. Das Christkind war schon um 16 Uhr da. Wahrscheinlich wollte es das große und unhandliche Puppenhaus als erstes los werden. Es war unter einer Decke versteckt, weil es wohl nicht so viel Geschenkpapier auf der Welt gab. Hanna hat zwar mal kurz drunter geguckt, es aber irgendwie nicht registriert und sich daher erstmal über die anderen Sachen unter dem Baum her gemacht. Als da zwar Puppen und Möbel raus kamen, aber kein Puppenhaus, war sie ziemlich enttäuscht! Wir haben sie dann irgendwann mal darauf aufmerksam gemacht, was da eigentlich großes in der Ecke steht. Der Blick war unbezahlbar. Auch den Bahnhof, das Riesenrad und die Achterbahn hat das Christkind noch gebracht.

Zwischen den Jahren war der Papa zuhause, was zur Zeit wieder sehr wichtig ist. Man ist diesbezüglich gerade etwas pingelig.

Silvester haben wir äußerst unspektakulär über die Runden gebracht. Wir hatten uns nichts vorgenommen und niemanden eingeladen, weil wir vom letzten Jahr noch wussten, dass ab 22 Uhr dank frühzeitigem Geknalle mit einem wachen Kind zu rechnen ist. Und woanders hätte Hanna wohl sowieso nicht geschlafen. Also machten wir schon einen Tag vorher in Hannas Kopf ein großes Fest daraus und erklärten ihr, was da los ist. Lustigerweise schlief sie dann bis Mitternacht durch. Wir weckten sie und haben uns das Feuerwerk vom Fenster aus angesehen. War das aufregend!