Daa guggsch!

Tag 12 – Düsseldorf, Stuttgart

Veröffentlicht am 27. März 2012 um 20:00 Uhr von Yvonne

Flug von Miami nach Düsseldorf Wir ließen die ganzen Passagiere vor uns aussteigen, denn wir hatten ja keine Eile. Unser Flieger nach Stuttgart ging ja erst am Nachmittag. Wir schlenderten also gemütlich durch den Flughafen. Bereits im Vorfeld hatten wir überlegt, während den fünf Stunden Aufenthalt in die Stadt zu fahren und diese ein bisschen zu erkunden. Aber als ich mein Handy anmachte und eine SMS von meinem Bruder bekommen hatte, warfen wir diesen Plan über den Haufen. Streik!

Wir informierten uns genauer darüber, aber zu diesem Zeitpunkt konnte keiner von den Lufthansa-Mitarbeitern Auskunft geben, wie lange gestreikt würde. Nach einer Stunde und einem Besuch auf der Besucherterrasse erfuhren wir, dass die Flüge wieder starteten. Und so gingen wir durch die Sicherheitskontrolle um uns einen ruhigen Platz zu suchen. Wir fanden ihn auch prompt im Boarding-Bereich.   Wolken und Mond in Fort Lauderdale Während Bert sein Handy wieder nutzen konnte und sich auf den neuesten Stand brachte, machte ich mich auf den Bänken lang und schlief endlich eine Runde.

Wir stellten kurz vor dem Boarden fest, dass wir für unseren Rückflug nicht richtig gekleidet waren. Es flogen nur Geschäftsleute mit – alle mit Anzug und Krawatte. Die Fokker 100 hob exakt um 15.15 Uhr ab und so landeten wir überpünktlich wieder in der Heimat.

Susi, meine Schwägerin, holte uns am Flughafen ab und brachte uns wieder nach Weilheim. Dort wurden wir bereits freudig von unseren Nichten Lina und Pia in Empfang genommen. Nach einer leckeren roten Wurst bei meinen Eltern machten wir uns auf den Weg nach Rechberghausen, wo unsere Reise vor 12 Tagen begann.

Tag 11 – Fort Lauderdale, Miami, Düsseldorf

Veröffentlicht am 26. März 2012 um 20:00 Uhr von Yvonne

Flughafen Miami Um 7.30 Uhr saßen Bert und ich beim Frühstück. Wir machten die Feststellung, dass es kein Unterschied ist, ob man Frühstücksbuffet oder kontinentales Frühstück bestellt. Man darf sich in beiden Fällen vom selben Buffet bedienen. Nach einem letzten amerikanischen Frühstück gingen wir in die nahe gelegene Galleria-Mall, ein kleines Einkaufszentrum. Also, klein für amerikanische Verhältnisse. Dort schlenderten wir durch die Geschäfte und vertrieben uns die Zeit.

Wir mussten um 11 Uhr aus unserem Zimmer raus, deshalb saßen wir die Zeit bis zur Abholung vor dem Hotel in gemütlichen Sesseln und schauten den anderen beim Ankommen und Verlassen des Hotels zu. Eigentlich war die Abholzeit auf 15 Uhr (drei Stunden vor dem Flug) festgelegt. Doch wir fragten einfach einen Fahrer, der andere Passagiere für einen früheren Flug abholte, ob er uns mitnehmen würde – denn wo wir die Zeit absaßen, war eigentlich egal. Nach einem Telefonat mit der Zentrale nahm er uns mit. Zu viert ging es über den Highway zurück zum Flughafen Miami.

Flughafen Miami Nachdem wir bereits gestern im Hotel wieder online eingecheckt hatten und wir somit unsere Bordkarten schon hatten, mussten wir nur noch unser Gepäck abgeben. Das ging sehr rasch. Wir beschlossen, auch gleich durch die Sicherheitskontrolle zu gehen, denn im Terminal gab es nichts, wo man sich aufhalten konnte.

Als wir an der Reihe waren, schauten die Beamten bei der Passkontrolle ganz schön blöd. Nachdem auf der Bordkarte Kößler mit oe und ss geschrieben stand und im Reisepass der Name richtig mit ö und ß steht, beanstandeten sie erstmal die Angaben. Wir mussten ihnen also erst noch ein wenig Allgemeinbildung vermitteln. Scheinbar kam vor uns dort noch nie irgend ein Müller durch. Dann mussten wir die Schuhe ausziehen und durch die Schleuse, man kam sich schon irgendwie komisch vor. Die Körperscanner wurden aber aus irgend einem Grund nicht eingesetzt. Der Wartebereich danach muss allerdings der mit Abstand sicherste Ort Miamis sein.

Flug von Miami nach Düsseldorf Wir hatten noch gut 4 Stunden Zeit, bis wir starteten. Deshalb aßen wir eine Kleinigkeit und bummelten durch die Shops, ehe wir um 17.50 Uhr mit einer dreiviertel Stunde Verspätung starteten.

Bert saß wie immer am Fenster. Zum Glück hatte die A340 außen 2er-Reihen. Nach einem Abendessen (Nudeln mit Soße) wurde es allmählich leiser an Bord. Das Kind in unserem Abteil hielt davon allerdings nicht so viel. Es schrie bei jedem kleinen Ruckler. Irgendwann schlief Bert dann ein, aber ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, denn irgend jemand streifte mich immer, entweder die Stewardess oder irgendwelche Leute die auf dem Weg zur Toilette waren.

Eine gute Stunde vor der Landung kam eine Durchsage über den Lautsprecher, dass sie einen Arzt bräuchten, weil sie einen Notfall an Bord hätten. Zum Glück flog einer mit. Durch diesen Zwischenfall durften wir in Düsseldorf bevorzugt landen und wurden erst aus dem Flugzeug gelassen, nachdem die Sanitäter an Bord waren. Das war dann schon der zweite mobile Notfall auf dieser Reise.

Tag 10 – Ausschiffung, Fort Lauderdale

Veröffentlicht am 25. März 2012 um 20:00 Uhr von Yvonne

Hafen von Fort Lauderdale Hölle los! Da die Frühstückszeit heute auf zwei Stunden begrenzt war und die Passagiere bereits in Gruppen eingeteilt waren, wer wann abgeholt wurde und wann vom Schiff musste, drängten sich alle gleichzeitig in den Frühstücksraum.

Da wir in der letzten Gruppe waren, die von Schiff durfte (oder besser gesagt musste),  hatten wir nach dem Frühstück noch Zeit, den anderen beim Verlassen des Schiffes zuzuschauen und das Treiben im Hafen zu beobachten. Es waren noch lange nicht alle von Bord, als schon wieder die Lagerräume aufgefüllt wurden.

Wir hatten unseren zugewiesenen Platz, an dem wir uns um 10 Uhr einfinden mussten. Und so warteten wir im Theater mit vielen anderen auf unsere Ausstiegserlaubnis. Wir verließen demütig und traurig das Schiff, holten unser Gepäck und reisten wieder in die USA ein. Draußen wartete bereits der Van, der uns wieder ins Hotel brachte. Es war genau das gleiche Hotel wie vor der Kreuzfahrt.

Wassertaxi in Fort Lauderdale Das Zimmer war noch nicht bezugsfertig und wir hatten noch genügend Zeit, mit dem Tag was anzufangen. Deshalb beschlossen wir, mit dem Wasser-Taxi die Stadt zu erkunden. Wir kauften uns ein Tagesticket (was anderes gibt’s da auch nicht) und fuhren durch die Kanäle.  Mit dem Tagesticket kann man an allen Haltestellen aussteigen und wieder einsteigen – so oft man will. Man kann bis in den späten Abend fahren. Wir stiegen in Downtown aus, wo wir durch die Straßen  schlenderten und in einem Restaurant einen  leckeren  Burger aßen, und fuhren dann zurück zum Hotel. Denn in der Zwischenzeit war unser Zimmer bezugsfertig. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Supermarkt, wo sich  Bert M&M’s mit Erdnussbutterfüllung kaufte, zogen wir uns im Hotel um und machten uns noch einmal auf die Wasser-Taxi-Tour.

Wassertaxi in Fort Lauderdale Wir blieben die kompletten 12 Stationen hin und wieder zurück sitzen, was gut 2½ Stunden Fahrtzeit waren. An Station 7, derjenigen, die dem Hafen am nächsten liegt, konnten wir einen letzten wehmütigen Blick auf die Navigator of the Seas werfen, die gerade mit neuen Passagieren Richtung Bahamas auslief. Schließlich waren wir nach Sonnenuntergang zurück beim Hotel.

Tag 9 – Auf See

Veröffentlicht am 24. März 2012 um 20:00 Uhr von Yvonne

Speisesaal (Deck 3 bis 5) Irgendwo im Nirgendwo – Nein, nirgendwo waren wir nicht, eher auf der Rückfahrt nach Fort Lauderdale. Nachdem heute der letzte Seetag war, wussten wir schon im Vorfeld, dass am Pool die Hölle los sein würde. Und so war es auch. Bereits vor dem Frühstück hatten die Leute wieder die Liegen mit Handtüchern reserviert und so beschlossen wir, uns auf Deck 4, mittlerweile unser liebster Rückzugsort, zu entspannen und den letzten Tag zu genießen. Also lasen wir fleißig in unseren Büchern und bummelten nochmals über das Schiff, um uns langsam zu verabschieden.

Außenbereich bei Nacht (Deck 4) Beim Abendessen hatten wird wieder mit unserem rumänischen Duo unseren Spaß. Marian und Bogdan, unsere Kellner, waren einfach nur knuffig! Sie alberten wieder viel herum. So genossen wir unser letztes Abendessen auf dem Schiff und machten uns zu späterer Stunde, nachdem wir die Taschen gepackt und zur Abholung vor die Tür gestellt hatten, nochmal auf, um einen letzten Drink zu genehmigen. Abschließend machten wir einen letzten Spaziergang über das nächtliche Schiff und durften einen wunderschönen Sternenhimmel sehen, ehe wir in die Koje gingen.

Tag 8 – Haiti, Labadee

Veröffentlicht am 23. März 2012 um 20:00 Uhr von Yvonne

Labadee, Haiti An diesem Freitag war Laba-Daba-Dee-Time! Am Frühstückstisch sahen wir schon Labadee, besser gesagt eigentlich die Insel Haiti. Als wir bereits mit dem Frühstück fertig waren, lagen wir schon vor Anker am Hafen. Labadee ist der Privatstrand von Royal Carribean. Hier haben sie für ihre Gäste eine eigene kleine Welt gebaut, in der nichts zu fehlen scheint. Nachdem wir von Bord waren und noch ein bisschen Zeit hatten, bevor unsere Erkundungstour mit einem motorisierten Boot losging, schauten wir uns ein wenig auf Labadee um. Überall trommelten und sangen Einheimische und versprühten karibische Klänge.

Wir fuhren mit einem kleinen Boot der Küste entlang, sahen viele tolle und luxuriöse Anwesen, eine kleine romantische Insel und ein versunkenes Schiffswrack. Hier hatte das Erdbeben von 2010 scheinbar keine Schäden hinterlassen.   Katamaran-Tour, Haiti Wir kauften an Bord haitianische Armbänder und ich trank eine Kokosnuss. Man hätte mir vielleicht sagen können, dass in der Kokosnuss zusätzlich zur Kokosmilch hauptsächlich  Bacardi-Rum war. So hatte ich schon um 11 Uhr einen sitzen.

Nach dieser knapp 1½-stündigen Tour hatten wir noch bis zum Nachmittag Zeit, Labadee mit all seinen Vorzügen kennen zu lernen. Es gab viele Aktivitäten, die man unternehmen konnte, zum Beispiel Wasserski oder Coaster fahren, baden, im Wasserspielpark herum toben oder einfach nur an den schönen Stränden herum liegen und das tolle Wetter genießen. Laut Auskunft auf dem Boot gibt es auf Haiti vier Arten von Wetter: cool, hot, hot hot und hot hot hot. An diesem Tag war es cool. Es waren 33°C.

Katamaran-Tour, Haiti Wenn man zu faul zum Laufen war, was irgendwie die meisten Amerikaner waren, konnte man sich in eine Bahn setzen und sich entspannt auf dem Areal herumfahren lassen. Besser gesagt saß man in einen Anhänger, der von einem Traktor gezogen wurde. Nach einigen wunderschönen Stunden auf Labadee kauften wir noch unser Urlaubsmitbringsel für uns selbst und für unsere Nichten – original haitianische Rasseln. Für die Nichten, damit sie ihre Eltern nerven können, und für uns als Ergänzung unserer Bongo-Trommel von den Malediven. Schließlich gingen wir wieder an Bord und konnten die Abfahrt von der letzten Insel auf unserer Reise beobachten.

Am Abend gab es eine besondere Veranstaltung auf dem Schiff: eine Zirkusparade. Auf der Royal Promenade, der Einkaufsstraße des Schiffs, wurde buntes Zirkus-Zubehör aufgebaut. Zirkusparade auf der Royal Promenade Eine Viertelstunde lang zogen Clowns, Einradfahrer, bunt angezogene Leute und ein Plüschelefant die Straße rauf und runter. Einige aufblasbare Tiere der größeren Sorte und das übliche Papier- und Glitzerzeug sowie passende Musik rundeten die Veranstaltung ab. Und so schnell wie alle aufgetaucht waren, waren sie auch wieder verschwunden. Unglaublich, wie viele Kostüme und Ausrüstung sie alleine für die paar Minuten an Bord dabei haben mussten.